Jap Appartement – Architektur, die dich verändert
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20. FerienhausJap-Appartments
Gäste, die hier bereits Urlaub gemacht haben, berichten immer wieder von der Ruhe, die dieses Ferienhaus und diese Ferienappartments ausstrahlen. Vielleicht spürt man darin, dass ein Architekt sich wirklich viel Zeit für die Konzeption und den Bau dieses Ferienhauses mit verschiedenen Appartments genommen hat. Erfahrt heute die ganze Geschichte hinter den Yap-Appartments.
[Sprecher 1]
Herzlich willkommen zum Hausgefluester-Podcast mit Holger Maurer. Dem Podcast über außergewöhnliche Ferienhäuser und die Menschen, die sie zum Leben erwecken. Ob historische Gebäude, Design- und Architektur-Highlights oder nachhaltige Rückzugsorte, wir nehmen euch mit hinter die Kundissen und erzählen die Geschichten dieser besonderen Orte und ihrer Macher.
Beseit?
[Sprecher 2]
Let's go! Herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Hier ist wieder der Hausgefluester-Podcast, der Ferienhaus-Podcast, in dem ihr da draußen neue und spannende und vielleicht die besten Ferienhäuser in Deutschland kennenlernt.
Ich habe mich wieder auf den Weg gemacht und bin, ja, das muss ich einfach vorwegnehmen, in meinem eigenen persönlichen Architekturtraum gelandet. Und zwar bin ich im Norden Deutschlands in Wilhelmshafen, um genau zu sein. Und bin bei Ulf Jansen.
Ulf Jansen ist Architekt seines Zeichens und wird uns gleich noch viel mehr darüber erzählen. Und Ulf Jansen hat neben den Yap-Appartments, über die wir gleich auch ganz ausführlich sprechen. Das sind nämlich seine Ferienwohnungen in einem großen, wirklich sehr besonderen Ferienhaus.
Darüber wird uns gleich berichten und ich sitze in meinem Architekturtraum deswegen, weil hier ein Ensemble entstanden ist. Auch das kann er gleich kurz erzählen, was einfach für jeden Menschen der Architekturmark wirklich tief beeindruckend ist. Ja, mein Name ist Holger Maurer, das wisst ihr wahrscheinlich schon, wenn ihr den Podcast des ein oder andere Mal gehört habt.
Und zusammen mit meiner Frau Jessica betreibe ich und vermiete ich das Wellnessferienhaus, das Farmhaus. Und die Mosel-Charlis, wie der Name sagt, an der schönen Mosel, beides an der Mosel. Ja, und ich freue mich total, dass ich in die verschiedenen Regionen Deutschlands reisen kann.
Wie gesagt, jetzt auch wieder in den Norden. Und jetzt begrüße ich ganz recht herzlich Ulf Jansen. Herr Jansen, freut mich total, dass Sie beim Podcast Hausgeflüster dabei sind.
Sehr schön, ich freue mich auch. Sehr gut. Erzählen Sie doch mal unseren Zuhörerinnen und Zuhörern grob oder ausführlich, wie Sie wollen, wer Sie sind und was Sie so machen.
[Sprecher 1]
Ich halte das gerne kurz. Mein Name ist Ulf Jansen. Ich bin 63 Jahre alt, überschwänglich glücklich verheiratet mit meiner Frau, leider.
Sehr gut. Wir haben keine Kinder, genießen die Zeit in unserem Umfeld, was wir uns in den letzten 25, 30 Jahren Stück und Stück für Baustein geschaffen haben. Und das Letzte sind eben die heute zu besprechenen Appartements.
[Sprecher 2]
Genau. Wir haben eben im Vorgespräch festgestellt, dass Sie so ungefähr alle zwei, drei Jahre was Neues gebaut haben. Also man muss sich vorstellen, wir sitzen auf einem wirklich großen Grundstück, auf dem nicht nur Ihr Wohnhaus ist, sondern auch gleich nebendran das Architekturbüro und weitere Gebäude.
Vielleicht können Sie das ganz kurz skizzieren, damit man ein Gefühl dafür hat, in welchem Umfeld auch das Ferienhaus steht.
[Sprecher 1]
Wir haben im Jahre 2000 angefangen und haben in Willemshafen als Rückkehr nach dem Studium gemeinsam ein Haus in einem Willenfürtel aus den 1970er Jahren entworgen und haben dort das Haus damals, was leider sehr bauffällig ist, rückbauen müssen und haben dann ein Haus gebaut, was heute unser Wohnhaus ist, auf einem wirklich sehr, sehr, sehr schönen Grundstück direkt angrenzen an den Stadtpark und mitten in der Stadt, fünf Minuten von der Nordseeweg, so dass wir gesagt haben, das soll hier unser Zuhause werden, unsere Base werden, wo wir uns wohlfühlen wollen und im Laufe der Jahre sind durch den Generationswechsel Nachbargrundstücke hinzugekommen, wo wir immer mal geschaut haben und sagen, wollen wir das erweitern und wie wollen wir uns weiter entwickeln und so ist eben in dem Laufe der letzten 25 Jahre ein Assemble entstanden, was so in sich sehr gewachsen ist.
[Sprecher 2]
Die Häuser, die einzelnen Gebäude Teile stehen teilweise direkt nebeneinander sind, miteinander verbunden, dazwischen gibt es, und das ist auch gleich ein Thema, was bei den Apartments noch mal zur Sprache kommen wird, da gibt es kleine Innenhöfe, es gibt tolle Gärten, die aber nicht so, wie oftmals Gärten sind, einfach hinterm Haus, quadratisch, praktisch gut, Riesenwiese, fertig, sondern es ist hier alles, also man hat das Gefühl, natürlich, sie sind Architekt, hier ist nichts dem Zufall überlassen worden, es ist alles so an seinem Platz, wie es sein soll.
[Sprecher 1]
Es gibt ja in der Architektur immer den Überbegriff des öffentlichen Raumes und des privaten Raumes und die Übergänge und die halb öffentlichen Räume und die halb privaten Räume und ich glaube, es ist immer ein Spiel für gute Architektur, Abgrenzung und fließende Übergänge zu schaffen zwischen privatsphäre und öffentlicher Kommunikation und es ist eben auch der Wunsch sowohl für das Büro als auch für uns privat als auch, denke ich, für die Feriengäste, die uns bisher besucht haben, eine Kommunikation zu schaffen untereinander und den öffentlichen Raum zu bespielen und zu genießen, gleichzeitig aber auch die Ruhe zu genießen, sich zurückzuziehen, in eigene, kleine, privaten Gärten zurückzukommen und wir haben versucht, immer eine Balance zu finden zwischen diesen privaten Rückzugsräumen und öffentlichen Kommunikationsflächen und das gilt eben nicht nur für die Apartments untereinander, sondern auch in der Kommunikation zum Büro, zu den Mitarbeitern im Büro, zu unserem Privathaus und wir genießen sehr auch die Öffentlichkeit, freuen uns auf die Gäste, die kommen, haben in den letzten Jahren wundervolle Begegnungen gehabt mit zauberhaften Gästen, die nur kamen, um sich zu holen und mit denen wir nette Abenden gemeinsam Essen verbracht haben, Rattoen erledigt haben, an der See waren, etc., etc. und wirklich viel Spaß auch miteinander gehabt haben, was sich meist zufällig und nie gewollt ergeben hat und immer auf spannende Erfahrungen war.
[Sprecher 2]
War das, ja, also wenn man sich das Leben als Architekten vorstellt und ich sehe jetzt Architekturbüro, Mitarbeiter, also das ist jetzt keine One-Man-Show, die nebenbei irgendwie läuft, dann denkt man ja, sie hätten eigentlich genug zu tun. Wie kamen Sie auf die Idee, wahrscheinlich mit Ihrer Frau, dass jetzt Ferienhäuser oder Ferienapartments in einem großen Ferienhaus dazukommen sollen? Wahrscheinlich nicht aus Langeweile.
[Sprecher 1]
Also die Idee ist eigentlich aus dem Büro gewachsen. Wir haben 2018 dieses sogenannte Büro-Gästehaus gebaut mit dem Architekturbüro. Da sind acht Arbeitsplätze für die ständig anwesende Mitarbeiter des Büros, also eigentlich so für diesen Kernstamm, der mit uns die Arbeit teilt.
Dann gibt es dieses Gästehaus. Die Idee des Gästehauses ist eigentlich ursprünglich entstanden aus einem Campusgedanken, das wir gesagt haben, wenn wir für Bauherren Architektur planen und verwirklichen wollen, wäre es toll, wenn wir das hier in dieser schönen Umgebung in einem konzentrierten Prozess schaffen können, wo uns die Bauherren zwei Tage, fünf Tage, acht Tage, zehn Tage, wie lange auch immer dieser Prozess miteinander dauert, in einem sehr konzentrierten und intensiven Umfeld begleiten, mit uns wohnen, um dort wirklich tiefe Einblicke in ihre persönlichen Wünsche für ihr eigenes Wohnen oder für ihr eigenes Konzept oder für ihr eigenes Büro zu entwickeln.
Und der nächste Gedanke war dann eigentlich, und daraus sind die Apartments entstanden, die zunächst gar nicht als Fan-Apartments gedacht waren, dass wir gesagt haben, wir wollen Mitarbeitern eine Chance geben, als Projektarchitekten zu uns zu kommen und zu sagen, ihr habt eine spannende Bauaufgabe, die würde ich sehr, sehr gerne begleiten, kann ich mal ein Jahr oder zwei Jahre bei euch arbeiten und wenn ich bei euch arbeite und von irgendwo in der Welt komme, kann ich vielleicht auch bei euch wohnen. Das war der erste Gedanke für das Entstehen dieser Apartments. Ja, wirklich Campus, ne?
Wirklich Campus, wirklich. Ich habe ja über fünf Jahre noch ein Lehrstuhl nach dem Architekturprojekt gehabt oder am Lehrstuhl gearbeitet für Entwurf und für Innenarchitektur und habe aus dieser Idee und aus diesen studentischen Ideen Erasmus und Förderprogramm im Studium eigentlich genommen und sagen, das ist so schade, dass sowas nach dem Studium aufhört und das ist in dem beruflichen Alltag viel spannender, dass man Leute gewinnt, die einfach sagen, tolles Projekt würde ich gerne machen oder einen Beruf, mit dem wir gar nichts zu tun haben, sagen, wir haben eine tolle Beaufgabe in der Region und können wir eure Equipment nutzen, können wir eure Rechner nutzen, können wir eure Infrastrukturen nutzen, dürfen wir bei euch arbeiten, um vor Ort zu sein.
Und daraus ist dieser Campus zunächst entstanden, der ja auch neben den ursprünglich Vierferienwohnungen eine Büroeinheit enthält, die eben als Architekturpro nutzbar sind und daraus hat sich das sukzessive entwickelt, dass wir sagen, das ist so interdisziplinär geworden. Also es sind neben nicht nur Architekten gekommen, sondern es sind Journalisten gekommen, es sind Reisejournalisten gekommen, es sind Künstler gekommen, es sind Theaterleute gekommen, wir haben Schauspieler gekommen, wir haben so viele spannende Sachen erlebt und haben gesagt, naja, das Architektur als kreatives Fach ist ja ein Waldesfeld. Und daraus entwickeln sich so viele verschiedene Genre und so viele verschiedene Leute, die dieses große Spielfeld bespielen wollen und können.
Und daraus entwickeln sich spannende Gedanken und ein spannendes Miteinander. Und aus diesem Miteinander sind wir diesen direkten Gedanken des Campus auch ein Stück weit wieder zurückgegangen und haben gesagt, wir versuchen das interdisziplinärer zu bespielen und nehmen Leute, die einfach Lust haben, mit uns Zeit zu verbringen. Und auch vielleicht nicht mit uns, sondern neben uns.
Und jedem bleibt es überlassen. Ob er sich hier während seines Offenheits einbinden möchte oder einführen möchte, aber sagt, ich will nur meine Ruhe und will ein bisschen ausspannen und will die Wohnung als Ferienwohnung nutzen. Aber sie bietet eben darüber hinaus mehr.
[Sprecher 2]
Am Schluss ist es egal, ob es der Campus-Gedanke war oder jetzt, wie sie die Apartments als Ferienapartments nutzen, ist es ja ein richtiges Social-Konzept. Also gerade, wenn Sie auch sagen, Sie sitzen auch mit den Gästen zusammen auf freiwilliger Basis für beide Seiten natürlich. Nichts muss, aber kann.
[Sprecher 1]
Genau.
[Sprecher 2]
So, dann ist es, ja, man ist dann in dieses Ensemble hier auch irgendwie integriert als Feriengast. Oder kann es sein?
[Sprecher 1]
Man kann es. Man ist nicht integriert per se. Es ist auch nicht Aufgabe des Campus, sondern es ist Aufgabe des einzelnen Gastes zu sagen, ich möchte mich so und so weiter.
Wir sind wieder bei dem gleichen Thema des öffentlichen Raubers. Also ich bestimme als Gast immer selbst, wie weit ich mich in die Öffentlichkeit hineinbegebe und wie weit ich mich in meine Privatsphäre zurückziehe. Ja.
Und dazwischen spielt sich eben auch die Kommunikation mit dem Büro ab oder mit uns als Gastgeber ab oder mit anderen Gästen untereinander. Die Erfahrung zeige ich, das ist immer sehr, sehr unterschiedlich. Es gibt Leute, die einfach nur sagen, ich muss mal zwei Tage ausschlafen.
Und es gibt andere, die sind hochneugierig und wollen viel sehen und wollen viel reden und genießen das miteinander. Weil es ist für uns wunderbar. Wir setzen da auch gar keine Priorität.
Es ist ja auch immer nur ein Angebot. Und ob die Leute das nehmen oder nicht nehmen wollen, ist für uns außerhalb der Wertung. Sondern es gibt uns eigentlich nur darum, ein Angebot zu schaffen, mit dem die Leute viel Spaß haben.
[Sprecher 2]
Was macht es mit Ihnen persönlich oder mit Ihrer Frau Ferienvermieter zu sein, sozusagen? Uns macht das große Freude.
[Sprecher 1]
In erster Linie macht es große Freude. Wir lernen witzige Leute kennen, kriegen tolle Kritiken, wir kriegen meist eine positive Resonanz. Häufig fahren die Leute nach Hause und sagen, ich habe irgendwie auch viel gesehen und auch viel gelernt.
Und ich glaube, ich muss bei mir ein bisschen was verändern.
[Sprecher 2]
Mit Umbaugedanken fahren sie nach Hause.
[Sprecher 1]
Manchmal ändert man auch nur ein Blick auf Dinge oder man verändert was im Kopf. Es geht ja nicht immer nur ums Müllrücken, sondern es geht ja einfach mit einem Blick auf was anderes oder auf eine andere Lebensphilosophie oder auf Familien oder Freunde, die weiter auseinander rücken oder näher zusammenrücken, weil es eben vielleicht auch ein etwas anderes, soziales oder anderes Lebensmodell ist. Manchmal auch ein bisschen betreutes Wohnen.
Im besten Sinne, genau. Es kann ja auch die Idee einer alten WG sein. Die meisten fahren hier weg und sagen, ich würde gerne beginnen, über das Wohnen insgesamt neu nachzudenken.
Es hat gar nicht so viel mit dem eigentlichen persönlichen Umfeld zu tun oder mit dem, sage ich mal, mit dem Wohnschicksal zu tun. Es hat eher damit was zu tun, Gedanken mitzunehmen von... Die Wohnungen sind ja teilweise auch sehr klein.
Also groß für eine Ferienwohnung war klein für ein Dauerwohnverhältnis und haben dann 55, 60 Quadrameter und trotzdem alles, was sie brauchen und führt eben manchmal auch zu so einer Art neuer Bescheidenheit. Also irgendwie auf eine Reduktion auf das, was brauche ich für mich, was ist wirklich wichtig oder wo habe ich zu wenig, was brauche ich mehr. Also manche gehen mit dem Gefühl, dass sie in ihrem Leben oder in ihrem Wohnumfeld etwas erweitern müssen.
Andere sagen, ich würde lieber was verkleinern. Und beides ist völlig in Ordnung. Also es ist ja auch immer jeweilige Lebenssituationen und Alterssituationen und Familiensituationen angepasst.
Also habe ich kleine Kinder, große Kinder, die Kinder aus dem Haus, bin ich alleine wirklich zu zweit. Wie sieht meine Lebensgemeinschaft aus? Wie sieht meine Nähe oder mittlere Zukunft aus?
[Sprecher 2]
Also einfach inspirierend, also egal in welche Richtung. Und das kommt natürlich auch dadurch, wenn ein erfolgreicher Architekt selbst für den Haus oder Wohnungen plant, dann sind die ja in der Regel nochmal anders, weil sie haben auch im Vorgespräch erzählt, dass sie auch diesen, ich nenne es jetzt einfach mal Campus, also dieses Ensemble hier auch immer wieder genutzt haben, um Dinge auszuprobieren, vielleicht auch im Vorfeld zu Projekten, die sie hatten. Und deswegen, wir kommen auch gleich ganz konkret zu dem Haus, zu den Yap-Apartments und zu einer Beschreibung, damit man sich vorstellen kann, was das ist, wie das aussieht.
Aber wir sind eben durchgegangen, so ich konnte es mir anschauen. Und es macht was mit einem, weil es einfach komplett anders ist als viele andere Ferienwohnungen, Ferienhäuser, die man kennt. Bevor wir zum Haus kommen, würde ich aber mit Ihnen gerne nochmal die Urlaubsgegend bei Wilhelmshafen so ein bisschen beleuchten.
Sie sagten eben zwar auch, dass auch Gäste kommen, die dann einfach in den Wohnungen bleiben für ein paar Tage und natürlich auch Ruhe suchen und vielleicht gar nicht so viel unternehmen, aber vielleicht einfach für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer Wilhelmshafen so ein bisschen als Urlaubsregion. Was kann man machen? Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht hier sind?
Was sind so die Lieblingsspots am Meer oder wie auch immer?
[Sprecher 1]
Wir sagen ja immer, das Wetter ist rau, das Bier ist herb. Das umkreist eigentlich die Region schon sehr gut. Es hat sich ein bisschen was verändert.
Es ist insgesamt freundlicher und wärmer geworden. Man merkt es auch. Wir kriegen viel mehr Zuspruch, gerade zu Jahreszahlen, wo die Leute vorher bevorzugt Richtung in südliche Gefilde aufgeworfen sind.
Das hat sich sehr, sehr verschoben. Es wirkt immer sehr, sehr weitläufig, weil man eben weit gucken kann, aber es sind doch relativ kurze Wege. Wir fahren von hier aus 20 Minuten aus der Jade raus bis oben an die Küste, also sind dann gegenüber der ausfrisischen Inseln.
Wir nutzen das sehr oft, um einfach mal 2, 3 Stunden am Strand spazieren zu gehen. Es gibt überall eigentlich versteckte kleine Restaurants, die frischen, frischen Kramm irgendwas binden und wir genießen eigentlich sehr und ich esse häufig lieber ein Krabbenbrötchen am Strand, als in irgendeinem Restaurant um die Ecke. Ja, schön.
Und diese Einfachheit auch, die es hat, ne? Also das Leben ist hier auch in erster Linie einfach. Es ist landwirtschaftlich geprägt, es ist durch die Fischereien geprägt.
Natürlich ist Willemshafen als Oberzentrum auch Stadt. Es gibt eine sehr, sehr spektakuläre Kunsthalle, die wirklich großartig ist und gut kuratiert, es tolle Ausstellung hat. Spannend ist, tolles Gebäude ist, klein, sehr fein.
Es gibt ein gutes Theater mit der Landesbühne. Es gibt eine Reihe guter Restaurants. Es gibt, gab immer eine der renommiertesten Jazzbühnen mit dem Pumpwerk in Willemshafen, was immer noch ein grandioses Programm hat.
Es gibt kleine Theaterwerkstätten, die spannend sind und gute Programme entwickeln. Aber es gibt eben in erster Linie mehr, mehr, mehr. Es gibt Strand, es gibt endlose Wege, es gibt Weile, es gibt salzige Luft.
Und es gibt so ein Gefühl, dass das Leben plötzlich und schnell langsam geht. Also Inselurlauber erzählen uns immer, wenn sie einen Tag auf der Insel sind und sagen, sie haben das Schiff betreten und die Geschwindigkeit halbiert sich. Gut, die Gutes tun kann, ne?
Ja, und die Leute nehmen das unglaublich positiv wahr und sagen, es ist der Hauptgrund herzukommen. Und das tue ich außerhalb der klassischen Sommersaison natürlich noch mehr als sonst. Und ich muss nicht unbedingt auf die Insel fahren, sondern das habe ich eben hier auch.
Also das Leben wirkt immer etwas geruhsamer und ein bisschen langsamer und das ist schon auch spannend. Es führt zu so einem gewissen Müßiggang, aber auch zu so einer, das gehört zu einer gewissen Demut und Bescheidheit. Also was ich sehr genieße, weil es im normalen beruflichen Alltag eben sehr wohltuend ist, wenn das eben nicht 27, 24 ist.
Und häufig werden Gäste aus Hamburg, das sehr spannend war und sagten, ich habe die erste Nacht kaum geschlafen, weil es so unfassbar still war. Schön, war von zu Hause nicht gewohnt. Nein, weil er eben sagte, man vergisst, wirklich in einer großen Stadt diese 27, 24 Beschallung.
Ja, das stimmt. Und diese ewige Rappelai und dieses ewige Rauschen und hat schon das Gefühl, wenn man nichts hört, dass irgendwie die erste Taubheit sich bemerkbar macht. Und das war eben hier sowohl sagt, diese unendliche Ruhe, diese klare Luft, der klare Blick, der schwarze Himmel, all diese Dinge, wo man sagt, das ist eben einfach anders.
Wir genießen das sehr, tagtäglich. Häufig vergisst man, wie schön man es hat.
[Sprecher 2]
Ja, das stimmt.
[Sprecher 1]
Das tut man überall.
[Sprecher 2]
So ging es mir auch an der Mosel, als ich da als junger Mann weg bin, dann beruflich erste Station, Rhein-Main-Gebiet, irgendwann München. Ich konnte die Mosel nicht mehr sehen. Aber es ist ja wunderschön.
Und erst mehrere Jahre später, wenn ich immer wieder zurück dahin kam und dann die Serpentinenstrecke von der Autobahn oben runtergefahren bin, die Weinbeere gesehen habe, die Mosel, die Glitzand im Tal liegt, dann stellt man fest, wie schön es plötzlich ist.
[Sprecher 1]
Ja, und das finde ich auch. Und ich habe in Bonn und Frankfurt studiert. Ich weiß schon und erinnere mich gut, wie die Zeit war.
Ich habe lange in der Innenarchitektur gearbeitet, war sieben, acht Jahre, also in den Nullerjahren in Berlin. Ich habe eigentlich erlebt, wie Berlin so zehn Jahre nach der Wiedervereinigung plötzlich zu einer europäischen Metropole in Rasen im Tempo gewachsen ist, sich die Geschwindigkeit in der Stadt völlig verändert hat. Und ich habe das mitgenommen und denke da häufig dran.
Es gibt Wochen und Monate, wo ich das auch sehr vermisse. Und es gibt eben aber vor mehr Tage, wo ich einfach sage, für mich ist das hier wirklich Heimat geworden, wieder Heimat geworden. Und mir tut das unendlich gut.
Und das geht dem vielen Gästen auch so.
[Sprecher 2]
Gut verständlich, definitiv. Haben Sie eine, Sie sagen zwar eben, man muss nicht unbedingt auf die Insel fahren, klar, weil hier es gibt es unfassbar viel zu erleben und zu machen oder auch mal nicht zu machen. Haben Sie trotzdem eine Lieblingsinsel da oben?
Finden Sie eine schöner als die anderen? Vermutlich Spiekeroog. Ach, schön.
[Sprecher 1]
Das ist der Tagesausflug wert auf jeden Fall. Ja, Spiekeroog ist ein bisschen gewachsenes Dorf. Ist so die urtümlichste, kürzeste Wege.
Ist touristisch auch am wenigsten erschlossen, liegt natürlich auch daran, dass es nur Tide abhängig, also von Elbe und Flut, erreichbar ist. Manchmal liegt da so zusammen, dass ich gerade damit schon wieder rücken muss oder einen Tag bleiben muss oder einen langen Fußweg vor mir habe. Stimmt, das war cool.
Der wird unterfeucht wird. Ja, aber die Insel ist wirklich sehr, sehr, sehr schön. Auch die anderen Inseln sind toll.
Also jeder hat eigene Qualitäten und die sind ganz unterschiedlich. Das ist eben nicht so eine, man kennt eine, man kennt alle, sondern das ist schon besonders. Es ist die Küste, die Küstenorte genauso.
Aber es ist auch alles, was Richtung hier jefersches Land, jefer, Wittmund ins Landesinnere, sage ich mal, außerhalb der direkten Küsten führt, ist schon spannend. Das ist eben einfach auch wirklich ein sehr grüner und ein sehr heiler Ort.
[Sprecher 2]
Apropos heiler Ort, kommen wir zum Gebäude. So, Kubatur at its best, könnte man vielleicht umschreiben oder sagen. Und ich will jetzt gar keinen stündbar haften Versuch starten, dieses Gebäude zu beschreiben.
Das überlasse ich definitiv Ihnen. Erzählen Sie den Zuhörern, wie kann man sich das Gebäude vorstellen, ohne dass man es jetzt gesehen hat?
[Sprecher 1]
Also ich glaube, das Gebäude beschreibt sich gar nicht durch seine Kultur, sondern beschreibt sich mehr durch seine Atmosphäre und durch die Art, wie es einem so begegnet. Es ist ja immer eine Begegnung, immer eine Kommunikation zwischen Gebäude oder zwischen Architektur und Nutzer, die auch entscheidend und wichtig ist. Und die Grundidee ist eben so ein bisschen auch, man könnte jetzt sagen, es gibt vielleicht so eine nordafrikanische Kultur von Höfen, es gibt vielleicht auch so eine indianische Puerblau-Beschichte, wo man sagt, wie entstehen Räume, die sich einander zuwenden und andere Ecken, die sich voneinander abwenden, die Abwendenden schaffen die Privatsphäre, die Zuwenden schaffen die Kommunikationsflächen und dann passiert irgendetwas in diesem Ensemble, wo anfangen die Räume innen einander oder miteinander zu kommunizieren und irgendetwas in den Benutzer auszulösen.
Der Rest ist ein Stehmittel und ich finde Stehmittel in der Architektur nicht so wichtig. Schnell reduziert man das, weil es die erste Dimension ist, ist die Form und ich gucke auf die Form und sage, ja, das ist eine andere Reihung von Kubaturen oder von Würfel, quaderähnlichen Gebäuden, autogonal angeordnet, aber es beschreibt eben dann keine Atmosphäre, sondern es beschreibt eben nur die geometrische Form, die man mag, vielen, das sie, als wir es gebaut haben, viel zu streng geworden.
Es polarisiert, also zwischen wirklichen Fans und Stricken-Ablähnern. Was ich ganz toll finde, wo mich viele fragen, ob mich das nicht stört, dass es Leute darauf extrem reagieren. Ich finde es toll, weil ich finde Kommunikation wichtig und ich finde auch Ablehen heißt, dass man sich damit auseinandersetzt und dass es irgendetwas mit den Leuten macht.
Ja, und das tut es und das ist eigentlich das Hauptziel gewesen, zu sagen, wir schaffen Räume, die was mit den Leuten machen und wenn die Leute sagen, es gefällt mir und ich bin gerne hier und ich auch als temporärer Gast teil dieses Ensemble und fühle mich hier wohl, es ist erreicht, was es erreicht soll und alle Dinge spielen dann zusammen. Also die Uniformität des Materials, wir haben einen Ziegel verbaut, den wir auf den Böden verbaut haben und in den Rennen, also horizontal wie in den Vertikalen. Wir haben die strenge Kupatur um wieder in die Form zu gehen mit façadenbündigen Fenstern unterstrichen.
Also das sind alle Stilmittel, die für uns als Architekten wichtig sind, weil sie unser Handwachszeug sind und die natürlich unterm Strich immer der Funktion dienen. Und das, was aber die Gäste erleben sollen, ist eben die dienende Funktion und es geht mir nicht darum, dass sie sagen, mir gefällt die Fuge oder das Fenster oder die Komposition oder was auch immer, sondern wir wollen ja nur erzählen, dass die Leute sagen, ja, fühle mich wohl und fühle mich heimlich und ich kann die Tür zu machen, habe das Gefühl, die ist auch zu. Und ich kann die Tür aufmachen, habe das Gefühl, sie ist auch auf und dass das irgendwas macht und dass die Leute sagen, das ist eine spannende Reise, auch wenn sie, egal ob sie jetzt 2 Tage oder eine Woche dauert oder 3 Wochen dauert und wir haben Gäste, die bleiben 3 Monate oder auch 5, oder was spannend ist und manche kommen nur zum Arbeiten, manche kommen, weil sie sagen, ich trete in einer Lebensabschnittung, muss mal eine Zeit haben, wo ich mal über mich nachdenken kann oder über mein Leben nachdenken will. Alles ist uns völlig willkommen und es ist spannend, wenn der Ort in der Lage ist, das zu leisten, haben wir viel mehr erreicht, als wir unser Traum haben.
[Sprecher 2]
Absolut, das klingt richtig toll und ich glaube, so kann es nur ein Architekt beschreiben. Es hat richtig Spaß gemacht, mir jetzt auch selbst zuzuhören. An dieser Stelle möchte ich euch einen Partner unseres Podcasts vorstellen.
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