Rosso – Italienisches Lebensgefühl trifft Ferienhausvision
Shownotes
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Danke an Christian, für das tolle Gespräch!
Podcast Host: Holger Maurer
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Herzlich Willkommen zum Hausgeflüster-Podcast mit Holger Maurer, dem Podcast über außergewöhnliche Ferienhäuser und die Menschen, die sie zum Leben erwecken. Ob historische Gebäude, Design- und Architektur-Highlights oder nachhaltige Rückzugsorte, wir nehmen euch mit hinter die Kulissen und erzählen die Geschichten dieser besonderen Orte und ihrer Macher. Bereit? Let's go! Herzlich Willkommen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, heute wieder im Podcast Hausgeflüster, der Ferienhaus-Podcast. Ja, heute ist es ganz spannend. Ich bin im wunderschönen Allgäu und draußen wird es langsam dunkel und ich sitze mit meinem Gast in einem wunderschönen alten Bauernhof. Ja, ihr denkt jetzt wahrscheinlich, naja, Allgäu, Bauernhof, schon klar, aber das, was wir hier haben, ist schon wirklich besonders. Mich muss ich hoffentlich nicht mehr vorstellen, aber für alle, die es heute zum ersten Mal vielleicht hören, mein Name ist Holger Maurer. Zusammen mit meiner Frau Jessica vermiete ich die Ferienhäuser, das Farmhaus und die Mosel Chalets. Und heute möchte ich euch meinen Gast vorstellen, oder besser gesagt, ich bin ja Gast bei dir, lieber Christian. Christian Müller vom Rosso. Hi Christian. Hi Holger. Schön, dass du da bist. Ja, danke. Schön, dass ich hier sein darf. Ich freue mich total. Wir haben länger versucht, auch einen Termin zu finden. Dann gab es ein großes Festival. Da kommen wir vielleicht gleich noch ganz kurz drauf, weswegen es früher mal nicht geklappt hat. Und jetzt haben wir es endlich geschafft. Und ich bin endlich im Rosso. Wir hatten schon viel länger mal vor, uns das anzuschauen. Und Jessica und ich wollten unbedingt mal herkommen. Aber wie es immer so ist, schöne Dinge dauern manchmal ein bisschen. So, Christian, stell dich doch mal vor. Wer bist du? Was treibst du so? Was hast du früher getrieben? Wo bist du aufgewachsen? Mach mal die große Runde für die Zuhörerinnen und Zuhörer. Ja, ich versuche sie nicht allzu groß werden zu lassen, sonst sitzen wir hier noch ewig. Aber ja, ich bin Christian. Ich bin 47, bald 48. Bin geboren und aufgewachsen in Darmstadt im Rhein-Main-Gebiet. Auch zur Schule gegangen dort. Hab dann aber relativ schnell da die Wiege gemacht. Darmstadt ist cool, aber ist jetzt auch nicht der Nabel der Welt. Und es hat mich nach Hamburg gezogen. Hab da studiert und Medienmanagement gemacht. Bin dann bei Gruner & Jahr gelandet in einem Zeitschriftenverlag. 2005 war das. Gruner & Jahr mittlerweile ja leider fast nicht mehr existent. Das ist verrückt eigentlich. Das war damals eine Firma mit irgendwie 2,3 Milliarden Euro Umsatz. Ja, und ich glaub 300 Millionen Profit. Also eine wirklich große Firma. Zu Bertelsmann gehöre ich. Ja. Und mittlerweile im Prinzip weg. Ich war da fast. Das ist eigentlich schon krass, weil es war 2005, jetzt 20 Jahre her. Ich war bis 2009 da. Also 15 Jahre, seitdem ich dort weg bin. Und da sieht man mal, wie schnell sich die Welt so dreht. Wie schnell es gehen kann. Und wie auch solche großen Unternehmen und solche großen Businesses irgendwie auch dann untergehen können. Ja, und ich hab trotzdem eine ganz tolle Zeit dort. War mein Traumjob. Ich war Assistent vom Vorstand zwei Jahre lang. War dann so im internationalen Bereich dort unterwegs. Bin viel durch die Weltgeschichte gereist. Hab viel gesehen. Hab tolle Leute getroffen. Zeitschriften, Business liebe ich auch immer noch. Also nicht nur das Business, sondern auch das Produkt. Ja. Ich hab hier im Roswell, hast du vielleicht gesehen. Sehr viele Printprodukte auch rumliegen. Außergewöhnliche. Ja, echt schöne. Ja, also kann man auch ein bisschen Werbung machen. Wir arbeiten mit Coffee Table Max aus Hamburg zusammen. Der auch wirklich ist ein Typ, der ganz tolle Indie-Magazine ausgräbt weltweit. Super gut. Und so eine Art Online-Kiosk hat, wo man die dann auch bekommen kann. Und da mit dem arbeiten wir jetzt schon eine Zeit zusammen. Echt coole Sachen. Also erste Podcast-Empfehlung hier schon mal platziert. Ja, Coffee Table Max. Auf jeden Fall gute Sache. Und ja, hab dann aber halt bei Gruner gemerkt, nach einer gewissen Zeit, dass dieses Zeitschriften-Geschäft eben kein, wahrscheinlich kein Wachstumsgeschäft mehr ist. Und war damals irgendwie so Mitte, Ende 20. Dachte, hm, okay, vielleicht kann man ja auch was anderes machen. Sich ein bisschen umschauen. Und bin dann im Prinzip ins Internet gekommen. Sozusagen. Ja, und hab dann mit... Wie Boris damals, ne? Genau, genau. Es war ein bisschen später. Und das Internet war auch schon schneller als bei OL. Ja, aber genau. Hab dann mit zwei Freunden zusammen gekündigt, haben uns selbstständig gemacht, haben eine Firma im Online-Marketing aufgemacht. Und diese beiden Freunde und auch heutzutage Partner, mit denen bin ich auch immer noch gemeinsam unterwegs. Also wir machen das jetzt seit 2019, also echt schon einige Jahre, haben zwei Firmen so im Online-Marketing Bereich gegründet, haben die beide verkauft. Die zweite davon an Zalando. Ich war dann eine Zeit lang bei Zalando aktiv, hab dort so ein Werbe-Business innerhalb von Zalando aufgebaut. Spannende Phase damals, gell? Absolut. Es war auch so die Phase um den Börsengang, wo Zalando auch noch wahnsinnig schnell gewachsen ist. Auch dort interessante Leute kennengelernt, ne? Coole Erfahrungen dort gemacht. Und parallel zu diesen beiden Firmen haben wir ein damals noch, sagen wir mal, Konferenz- und Event-Business aufgebaut. Das hieß früher mal Online-Marketing-Rockstars. Ja, ich kenne den Namen noch. Wir versuchen das mittlerweile stark zu vermeiden. Insofern war das jetzt hier schon ein Novum, dass ich das mal wieder gesagt habe, weil normalerweise kommt es nicht über meine Lippen. Okay. Ist verboten sozusagen. So, ja, ja. Im Rahmen unserer Brand-Identity machen wir das, sagen wir das eigentlich nicht mehr. Okay. Aber das ging früher so los. Hamburg, kleine Konferenz von der Branche für die Branche, haben versucht so ein bisschen auch so diese, ja, diese Rockstars, diese Hidden Champions im Internet, die irgendwie interessante Sachen gemacht haben, die irgendwie Unternehmen gegründet haben, die gute Ideen hatten, die auch, ja, damals schon teilweise sehr viel Geld verdient haben, dort so ein bisschen zu featuren, auf eine Bühne zu bringen und andere davon lernen zu lassen. So, das war eigentlich so der Ansatz. Und das war 2011 zum ersten Mal. Das ist stattgefunden mit ein paar hundert Leuten, ganz klein. Und ist dann irgendwann ein bisschen größer geworden. Wir sind über die große Freiheit ins König-der-Löwen-Theater gezogen und dann irgendwann in der Hamburger Messe angekommen. Cool. Und haben das halt über die Jahre groß gemacht, haben dann verschiedene andere Businesses drumum noch gebaut. Also einmal sehr stark redaktionell Content, haben wir so eine Art Daily Newsletter gemacht und ein inhaltliches Angebot rund um diese ganze Branche Digitalisierung, Online-Marketing. haben dann ein Podcast-Studio dran gebaut, haben eine Job-Plattform dran gebaut, haben ein Weiterbildungs-Business dran gebaut und sind heutzutage im Prinzip eine Plattform zum Lernen, zum Netzwerken, zum Austausch in der Community rund um Digitalisierung. Mit sicherlich dem einen Flagship-Produkt, dem Festival, was du vorhin angesprochen hast, weswegen es jetzt ein bisschen später im Jahr geworden ist, dass wir uns treffen, was immer im Mai jedes Jahr stattfindet in Hamburg, mittlerweile mit 70.000 Gästen, die an zwei Tagen dort in die Messe kommen. Ganz klar, dass du da keine Zeit hast rund um den Mai. Danach brauchen wir erstmal eine Pause. Das ist durchaus intensiv, absolut. Und das zweite Produkt ist tatsächlich ein Podcast, der OMR-Podcast, den vielleicht auch ein paar Leute, die das hier hören, auch kennen. Ja, unter anderem ich. Philipp, mein Freund und Partner, dann verschiedenste Menschen auch aus der Wirtschaftswelt interviewt und so kennt man uns vielleicht so ein bisschen. Genau. Genau. Und das habe ich dann auch ein paar Jahre mitgemacht, auch parallel zu dieser Zalando-Zeit. Habe dann aber tatsächlich 2017 im Sommer so eine kleine Auszeit mal gemacht, nach sehr vielen intensiven Unternehmerjahren. War mal so fünf, sechs Wochen im Sommerurlaub mit meiner damaligen Freundin und wir waren irgendwie in Italien und haben irgendwie gedacht, hey, wir könnten eigentlich auch nochmal was komplett anderes machen. Oder ich habe es eigentlich für mich so gedacht. Schöner Gedanke, gell, wenn der kommt. Ja, ja, absolut. Man muss sich das ein bisschen erlauben und man braucht auch diese Zeit und diesen Abstand, glaube ich, um diesen Gedanken auch entwickeln zu können. Und dann kam eigentlich so gar nicht so sofort die Idee, so man macht jetzt, man wird jetzt irgendwie Vermieter oder Hotelier oder so, sondern es war eher so, man könnte ja vielleicht aus Land ziehen. Und dann, ja, es war ja eigentlich gar nicht schlecht. Hamburg war auch nach, ja, dann irgendwie 15 Jahre echt auch ein bisschen anstrengend. Wir haben so mitten im Epizentrum in St. Pauli gewohnt und es ist schon laut und stressig und Dom und Harley Days und St. Pauli Spiel und alles gleichzeitig so. Da geht schon Dauerbestallung. Und ja, so kam dann die Idee, ja, vielleicht gehen wir mal raus aus der Stadt und dann haben wir diese Agritourismo-Kultur da in Italien kennengelernt, die ja dort einfach ein ganz toller Bestandteil der Urlaubskultur ist, wo einfach Leute Bauernhöfe öffnen und dort ein Ferienangebot machen. Ja, mega entspannt und vor allem auch total qualitativ häufig, ja, und sehr, sehr schön gemacht, wohingegen Ferien auf dem Bauernhof in Deutschland immer so ein bisschen so diese rot-weiß-karierte Gardinen-Optik so mit sich brachte, hatte man so das Gefühl. Und dort hat es einen Style, ne? Und dort hat es einen Style. Und der gar nicht so unbedingt, der ist auch sehr organisch. Der hat es nicht gewollt. Genau, der ist jetzt nicht, dass da der Innenarchitekt oder die Innenarchitektin vorbeigekommen ist und gesagt hat, so muss man es jetzt machen, sondern das ist einfach so entstanden, halt mit schönen alten Möbeln und Baustoffen und Produkten so, dass man halt so das genommen hat, was eh schon da war. Das war tatsächlich auch so eine Leitlinie, so ein Leitgedanke auch für das Haus, kommen wir später drauf, wenn wir das Rosso auch gestaltet und eingerichtet haben, dass wir uns da schon auch ein bisschen inspirieren haben lassen und ja, dass so ein bisschen der Fixstern für uns war, so dieses italienische Agil-Turismo. Glaubst du, dieser Wunsch wäre auch gekommen, wenn du im, es klingt immer so negativ, wenn man es sagt, aber ich meine es gar nicht negativ, sondern im Unternehmer-Hamsterrad drin geblieben wirst? Also ohne diesen Break wäre der Wunsch dann auch gekommen? Ja, ja, schwierig zu sagen. Also ich glaube schon, dass du einen gewissen Trigger brauchst und vielleicht auch mal einen gewissen Freiraum, um die Gedanken mal so ein bisschen weitergehen zu lassen, als nur für den nächsten Tag oder die nächste Woche, was halt an Terminen so ansteht und was du so vorbereiten musst. Also ich glaube schon, dass es wichtig ist, dieses Break zu haben und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich auch die Möglichkeit hatte, nachdem wir da bei Zalando dann raus sind, das sind ja immer so diese klassischen, man verkauft eine Firma, man ist dort noch eine gewisse Zeit und dann irgendwann kann man dann gehen. Das war damals halt so, dass dann ja, diese Entscheidung auch irgendwo da war so, okay, steige ich jetzt voll bei OMR ein oder mache ich halt das ganz anderes? Und diese Entscheidungsoptionen gab es und die hat auf jeden Fall geholfen. Wie hat sich denn der Unternehmertypus, Christian, verändert von damals, Gründungsphase oder vielleicht sogar noch früher Zalando, Verkauf und so weiter, zu Vollgas OMR zu heute? Ich glaube, der hat sich gar nicht verändert, weil dieses Unternehmersein, das steckt in einem drin. Ich glaube, es hat jeder auch irgendwo, manche haben es vielleicht noch ausgeprägt, manche ein bisschen weniger ausgeprägt und das ist schon immer so gewesen, dass ich Dinge sehe und mir und Potenziale erkenne oder glaube zu erkennen und dann irgendwie sofort Bock habe, loszulegen. Und das war damals so und das ist noch heute so und das ist jetzt hier gar nicht so anders, weil am Ende ist es hier auch ein Unternehmen. Das ist natürlich auf einer ganz anderen Größenordnung als das, was wir da in Hamburg mit OMR machen oder auch früher gemacht haben. Aber es ist trotzdem ja am Ende auch ein wirtschaftliches Unternehmen, was sie irgendwie tragen soll, was irgendwie auch zufriedene KundInnen, ja in dem Fall Gäste, also ich nenne es ungern KundInnen, sondern Gäste produzieren soll und was eine hohe Qualität hat und was, worauf man auch irgendwie auch ein bisschen stolz sein kann und sich daran erfreuen kann. Und insofern bin ich da jetzt nicht so, dass ich sage, ich liege einen halben Tag im Bett und dann gucke ich hier mal so im Rosso vorbei, sondern das beschäftigt mich schon 24-7 hier, dieses Ding. Und das hat auch das Potenzial dafür, dass man hier immer was tun kann, optimieren kann, dass man mit Leuten im Kontakt ist, dass man sich überlegt, ja was, wie kann ich es noch schöner, noch besser, noch netter machen. Ja, genau. Und das ist halt genau auch die Kunst, finde ich, auch von allen Unternehmen eigentlich, dass man auch in die Details reingeht und gerade auch als Gründer versucht wirklich, das Produkt so gut zu machen, dass es idealerweise sich verkauft wie geschnitten Brot. Richtig. Und das sind eben genau diese Kleinigkeiten. Wir sind ja eben durchgegangen, wir haben uns alles angeschaut und da haben wir uns angeschaut und haben direkt das gleiche Thema gehabt nach dem Motto, Mensch, irgendwo sieht man immer irgendwas, was man nochmal anders hinstellen will oder doch nochmal wegräumen will oder was auch immer. Also es sind am Ende wirklich diese Feinheiten. Ich frage deswegen nach diesem unternehmerischen Antrieb, den du ja hast, weil ich kam hier an, heute ist es windig, die Naturgewalten sind im Allgäu da heute und du hast mir gesagt am Telefon, wenn du ankommst, du hast noch einen Termin, hock dich ins Studio, Studio oder Atelier, genau ins Atelier und da wartest du einfach, ich komme dann. So und liebe Leute da draußen, macht die Tür auf, kommt rein. Es war ein kleines Licht auf dem Kamin an. Der Kamin flatterte, äh, flackerte und es war völlig still. Es war, hier ist es wirklich mucksmäuschenstill. Und wenn man das kurz eingehaucht hat, ich habe da ein paar Minuten gewartet, da gesessen, ins Feuer gestarrt wahrscheinlich, wenn mich jemand beobachtet hätte, hätte wahrscheinlich sich gefragt, ob ich noch lebe. Habe ins Feuer geschaut und wenn man jetzt die Story hört von dem Gründer Christian mit Zalando und also, sind es eigentlich zwei Welten, die total aufeinander prallen, die gar nicht zusammenpassen. Aber man merkt natürlich, dass du hier eine Ruhe erzeugst dadurch, dass du dich um ganz, ganz viele Einzelheiten kümmerst. Ja, also ich stimme dir hundert Prozent zu, wenn du sagst, das sind zwei ganz unterschiedliche Welten. Also und es gibt auch durchaus Leute, die, die sich auch immer mal wieder wundern, so die mich auch noch vor zehn Jahren oder 15 Jahren kannten und gesagt haben, so wie, wie geht das, dass du jetzt hier bist und was, was machst du hier den ganzen Tag und wie bündelst du deine Energien, die du hast hier in diesem Projekt, ist hier überhaupt genug da dafür, um diese Energie irgendwie der Raum zu geben und das ist, das ist absolut so. Und ich glaube, dass diese Jahre total wichtig waren für mich und auch ich da total drin aufgegangen bin und ganz viel Leidenschaft dafür entwickelt habe. Aber das Leben hat halt unterschiedliche Phasen und das war halt so die Sturm und Drang Phase, alles mitnehmen, alles erleben, alles sehen, Vollgas, ja, in allen Belangen. Und dann merkt man irgendwann so, ja, jetzt komme ich vielleicht auch in ein bestimmtes Alter und habe halt auch schon viel erlebt und viel gesehen und jetzt kann vielleicht was Neues sich entwickeln. Und dafür ist das natürlich hier ein ganz toller Ort, weil, genau wie du sagst, es bringt eine wahnsinnige Ruhe mit sich, auch für sich selber, für den Organismus, wie man hier existiert, wie man hier die Tage verbringt. Ja, natürlich hast du Stress auch manchmal hier, wenn hier richtig was los ist oder wenn in Hamburg irgendwas ist und so weiter. Es ist jetzt auch nicht so, dass man hier, wie gesagt, nur im Entspannungsmodus unterwegs ist, aber man kommt so rein und es ist bei mir selber so, auch wenn ich mal ein paar Tage unterwegs war, irgendwo in der Stadt oder in Hamburg oder wo auch immer. Und man kann direkt so durchatmen. Ja, diese Kombination, dass ich auch weiterhin schon auch, ja, diese OMR-Themen habe, auch andere unternehmische Projekte verfolge. Ich bin auch am Hotel am Tegernsee beteiligt zum Beispiel auch, wo ich mich auch versuche, recht viel einzubringen. Und das Bleibhotel übrigens ganz toll auch. Okay, schön. Schön, ja, komm, stopp. Und insofern bin ich schon weiterhin viel unterwegs und habe meine Themen und habe meine Termine und meine Verpflichtungen und habe hier aber wirklich so ein bisschen auch den Ruhrpol gefunden. Und diese Kombination ist super, ja, einerseits diesen Platz zu haben und andererseits aber trotzdem immer noch ganz viel auch machen zu können. Bist du der Meinung, dass du brennst ja für alles, was du tust, das merkt man ja direkt. Bist du der Meinung, dass Leidenschaft Ruhe widerspricht? Nein. Gar nicht, ne? Nein. Also ich glaube, dass ich so insgesamt eher ein ruhigerer Typ bin. Ja, also ich bin schon auch mal jemand, ich muss jetzt nicht immer im Vordergrund stehen und muss nicht immer irgendwie voll auf Zinne sein, so. Aber trotzdem mache ich schon die Sachen, die ich mache, auch dann wirklich 100 Prozent. Also das war schon immer mein Credo, dass ich irgendwie, wenn ich was mache, es auch irgendwie versuche, gescheit zu machen und mit Leidenschaft. Und ich finde halt, Leidenschaft ist so ein wahnsinniger Antreiber auch. Ja, also wenn man für irgendwas brennt, dann ist ja auch egal, wie lange man arbeitet und wie viel es ist und ob es stressig ist und so, dann es macht ja auch einfach Bock und es gibt Energie. Und dann braucht man auch vielleicht mal wieder ein bisschen Ruhe irgendwann, weil wenn du nur immer im roten Bereich fährst, ist das wahrscheinlich auch nicht so gut. Aber es ist kein Widerspruch, es ist eigentlich eine gute Kombination. Also so dieses, ja, Aktivität und Ruhe. Man schöpft das eine auch aus dem anderen. Ja. Denke ich. Ja, wie gesagt, ich könnte mir auch nicht vorstellen, jetzt so hier in Rente zu gehen oder irgendwie jetzt nur noch Bücher zu lesen den ganzen Tag. Ich lese wahnsinnig gerne Bücher, aber ich muss auch was tun und es muss auch was vorangehen. Und meine Frau bremst mich auch schon immer so ein bisschen, weil die dann auch so sagt, so jetzt sind wir auch mal ganz zufrieden mit dem, wie es gerade so ist. Wir müssen jetzt nicht schon wieder so zwei Jahre im Voraus denken, was man hier noch alles so machen kann und welche Potenziale es noch gibt oder ob man noch drei andere Häuser aufmacht. Ja, genau. Du hast auch eben im Vorgespräch erzählt, es kam jetzt zum Beispiel noch ein Gewächshaus dazu auf dem Grundstück. Dazu kommen wir aber gleich noch zu den tollen vielen Einzelheiten, die es hier zu entdecken gibt und zu erleben im wahrsten Sinne des Wortes gibt. Hol unsere Hörerinnen und Hörer noch mal ganz kurz mit. Nimm uns noch mal mit, wo genau sind wir hier? Also einfach ein bisschen geografische Einordnung. Allgäu ist ja, wie wir auch schon gesagt haben im Vorgespräch wahnsinnig groß. Gibt es wirklich unterschiedliche Ecken. Wo genau sind wir hier? Genau, also das Dorf, was hier in der Nähe ist, heißt Altusried. Das wird wahrscheinlich niemand kennen. Es gibt hier eine relativ bekannte Freilichtbühne, wo dann immer im Sommer Theater gespielt wird. Das ist durchaus empfehlenswert. Es gibt auch die Kluftiger Romane. Ich weiß nicht, ob das jemand kennt. Ach ja, sag mir was. Kommissar, ja. Das spielt auch hier im Dorf tatsächlich. Und wir sind so in der Nähe von Kempten, so ungefähr zehn Kilometer nördlich davon. Also eigentlich ziemlich mittendrin im Allgäu, kann man sagen. Wahrscheinlich, wenn man so die Linien ziehen würde, wären wir der Schnittpunkt. Okay. Das heißt, man hat es eigentlich in alle Richtungen des Allgäus relativ nah. Also man ist sowohl am Bodensee in einer Dreiviertelstunde als auch irgendwie in Garmisch auf der anderen Seite. Und dadurch sind wir hier eigentlich in einer relativ ruhigen Gegend, muss man sagen, weil wir sind jetzt nicht so im touristischen Super-Hotspot, wie jetzt irgendwie Oberstdorf oder Küssen oder so, wo dann wirklich ja auch echt im Sommer ganz gut was los ist, wenn man im Stau steht und so weiter. Sondern wir sind so ein bisschen, ja, kann man sagen, noch vor den Bergen und trotzdem nah an Kempten, was schön ist, weil man auch so eine kleine, ich meine Kempten hat 60.000 EinwohnerInnen, aber es ist trotzdem so eine kleine urbane Insel, die man dann auch gelegentlich mal ansteuern kann. Und man ist relativ schnell in München, was schön ist, man hat eine ganz gute Zuganbindung, so. Also ist eigentlich ein super Hub hier, so. Ich glaube, auf der Website steht der unentdeckte Teil des Allgäus, ne? Ja, ist so. Also es ist, wie gesagt, Altusried kennt keiner. Kempten kennt man halt auch jetzt nicht als touristische Destination. Ja, man kennt halt so diese Hotspots, Oberstdorf, Oberstaufen, Füssen, vielleicht auch so ein bisschen Westallgäu und so. Ja, es ist relativ eine ruhige Ecke. Das hat ganz große Vorteile, nämlich eben, dass halt hier wenig los ist. Du kannst hier überall rundherum in den Wald gehen und wandern und Fahrrad fahren und so und du siehst im Zweifelsfall keinen Mensch. Also du hast hier wirklich Ruhe, du kriegst auch noch im Gasthof einen Platz und so. Es ist sehr entspannt. Ohne vier Wochen vorher reservieren zu müssen. Genau, genau. Es fehlt natürlich an ein paar Ecken so die touristische Infrastruktur, ne? Also die Sachen versuchen wir dann teilweise auch selber zu lösen. Zum Beispiel, es gibt keinen Fahrradverleih hier im Dorf, deswegen haben wir dann irgendwann mal selber Fahrräder angeschärft, die wir auch an unsere Gäste hier vermieten können. Und ja, so versucht man halt so ein Angebot zu schaffen, was dann auch die Bedürfnisse irgendwie befriedigt. Aber trotzdem ist der riesige Vorteil, dass man hier wirklich Ruhe hat und hier nicht so die touristischen Ströme entlanglaufen. Das Rosso liegt auf einem Hügel, wie man so will. Ich glaube, hinterm Rosso geht es noch ein paar Meter weiter hoch, aber wir sind schon ziemlich oben. Man blickt richtig schön ins Tal und wir sind außerhalb der kleinen Ortschaft. Was macht so dieses Gebiet hier für dich aus, der Reiz, dieses Optische hier? Also es ist eine sehr landwirtschaftlich geprägte Gegend, wo wir sind. Wir sind in der Alleinlage außerhalb des Dorfes und hier sind halt so verstreuten paar Höfe. Man hat sehr, sehr viel Platz. Man hat sehr viel auch so Blickweite, wo man über die Hügel hier drüber schauen kann. Auch in die Berge einen schönen Blick hat. Also es ist halt total unverbaut. Es sind Felder, Wälder und Wiesen drumherum. Und das macht so, finde ich, den Reiz aus, dass man halt so diesen Weitblick hat und auch die Tiere um sich rum hat. Ich sage immer, man ist hier eigentlich auf so einer Insel inmitten der Natur und das allein beruhigt ja schon total, dass man dieses Grün und all diese Ruhe so um sich rum hat. Und gleichzeitig spürt man aber auch so krass diese Verantwortung. Und das, finde ich, ist auch an diesem Leben hier neu im Vergleich zu dem Leben in der Stadt, dass man einfach viel mehr, das hört sich so abgedroschen an, aber im Einklang mit der Natur existiert. Also hier sind wirklich, man bekommt die Jahreszeiten stärker mit. Man lebt noch mehr auch nach den Jahreszeiten. Man lebt auch mehr mit der Sonne. So, wo steht die Sonne, in welcher Jahreszeit, wann scheint sie auch ins Schlafzimmer und weckt einen in der Früh auf und so. Also es sind schon ganz viele Dinge. Ich hätte in Hamburg nie sagen können, wo jetzt genau die Sonne auf und unter geht. Irgendwann war es halt hell und irgendwann war es halt wieder dunkel. Irgendwann ist dunkel, ja. Weil du halt immer, das war ja mal irgendwie verbaut mit Häusern und Gebäuden. Und das ist hier schon sehr speziell, dass du halt weit in die Ferne guckst. Und das macht es auch nochmal, ich wollte eigentlich am Anfang, als wir überlegt haben, hier irgendwie runter zu gehen, habe ich immer gesagt, ich will eigentlich in die Berge, direkt in die Berge. Irgendwo da so rein, weil da kann man ja sofort vom Haus wandern gehen oder Skitouren oder so. Ja, genau. Aber da ist es ja dann häufig auch, gerade im Winter, ganz schön dunkel, weil die Sonne dann hinter den Bergen irgendwie untergeht, schon um 15 Uhr und dann bist du da im Schatten. Und das ist halt total schön, weil es halt so hell und luftig ist, man, wie gesagt, diese Weite so um sich rum hat. Das macht es schon sehr speziell. Ich habe mich mit jemandem unterhalten vor längerer Zeit, der ist auch in einen ehemaligen Bauernhof gezogen. Und er hat gesagt, dass ihn alleine die Historie des Gebäudes innerlich positiv dazu zwingt, zur Ruhe zu kommen. Weil, und er hat gesagt, er hat manchmal das Gefühl, dass er von der Lebensweise, wie man sie früher hatte in diesem Haus, genau das, was du gerade sagst, man kriegt vielleicht mehr die Jahreszeiten mit, man kriegt mehr die Tageszeit mit, man bekommt Wind anders mit oder den Sonnenverlauf oder was auch immer. Er hat gesagt, dadurch, dass er in dem Haus wohnt, hat er das Gefühl, dass er in diese alte Zeit lebenstechnisch irgendwie zurückversetzt wurde. Gibt es das? Also ist mir jetzt tatsächlich noch nicht so passiert, dass ich jetzt zurückversetzt wurde. Aber auch da hat man irgendwie, also spürt man auch so eine Verantwortung, irgendwie auch so dieses Gebäude und dieses, was hier alles schon da ist, irgendwie auch zu zelebrieren und zu erhalten. Weil, ja, natürlich, dieses Haus hier ist über 200 Jahre alt. Das erzählt ja einiges. Hier ist so viel passiert, hier ist so viel Geschichte geschrieben worden. Hier haben so viele Menschen gelebt über die Jahre, die das hier geprägt haben und hier auch wahrscheinlich teilweise hart gearbeitet haben. Und irgendwie mit ihrer Händekraft das hier alles gebaut haben und zum Leben erweckt haben. Und deswegen ist es uns auch so wichtig gewesen, in dem Umbau, den wir hier gemacht haben und in der Renovierung, eigentlich das möglichst zu erhalten und möglichst wenig wegzunehmen. Und selbst die Dinge, die teilweise weggenommen wurden, auch wieder hinzuzufügen. Zum Beispiel, wir haben die komplette Fassade des Hauses, wunderschön über viele, viele Jahre gealtertes Holz, mussten wir abnehmen, weil wir die Fassade neu dämmen mussten. Und dabei ist leider auch ein bisschen was kaputt gegangen, sodass wir nicht in der Lage waren, genau diese Fassade wieder dran zu machen. Und dann haben wir überlegt, was machen wir mit diesem tollen Holz? Wir haben jedes einzelne abgebürstet, sauber gemacht und haben es hier wieder verbaut. In den Küchen, in der Sauna, im Empfangsbereich, überall ist dieses wunderschöne alte Holz. Und auch die Treppenstufen, die Waschtische, die Fensterbänke, es ist alles, viele Möbel, es ist alles aus altem Holz hier aus dem Haus gebaut worden. Weil wir einfach gesagt haben, wir möchten das konservieren. Wir möchten diese gelebte Geschichte irgendwie erhalten, zelebrieren und vielleicht auch wieder ein bisschen neues Leben einhauchen. Es ist tatsächlich wie eine kleine eigene Welt. Also so klein ist sie ja gar nicht. Wir kommen gleich noch drauf, wie groß auch das Gelände hier ist. Aber es ist eine eigene Welt. Man merkt es sofort, wenn man hierher kommt. Ich erinnere mich noch, dass Rosso auch ziemlich viel in den Medien war, als ihr eröffnet habt. Es gab einige Artikel, es gab einige redaktionelle Beiträge und so weiter. Es ist schon auch echt was Besonderes. Kam das durch deine Kontakte oder kam das so? Ja, eigentlich nicht wirklich. Weil ich war ja damals auch schon, es waren ja, sagen wir mal, gute zehn Jahre dazwischen. Ja, gut, stimmt. Da waren dann auch nicht mehr so viele Kontakte da. Aber ich glaube, wir hatten so ein bisschen gutes Timing, würde ich jetzt mal sagen. Obwohl es auch andererseits schlecht war, weil es war ja während Corona, als wir dann eröffnet haben. Ja, stimmt, ja. Aber es war, glaube ich, gutes Timing, weil auch so dieses Thema Urlaub auf dem Land, Urlaub in Deutschland so ein bisschen mehr Relevanz wieder bekam. Die Leute wollten aus der Stadt raus, genau. Die Leute wollten aus der Stadt raus, genau. Und da hatten wir damals auch tatsächlich, das war eigentlich fast das Einzige, was wir, glaube ich, aktiv gemacht haben, den Weekender angeschrieben. Das ist ein ganz tolles Magazin. Auch so ein Indie-Magazin machen zwei tolle Journalisten. Und die hatten wir so mal angeschrieben, weil da waren wir selber Fans von und dachten, boah, wenn wir mal ein Weekender wären. Ja, cool, gell? Und dann kamen die tatsächlich. Genau solche Ziele, wenn wir mal in dem Magazin sind, voll gut. Genau, dann kamen die tatsächlich und haben hier ein bisschen Urlaub gemacht und haben dann auch darüber geschrieben. Und da hatte man dann so das Gefühl, okay, das haben dann viele andere gelesen und haben sich darauf basierend dann auch gemeldet. Und dann hatten wir tatsächlich am Anfang sehr, sehr viel Presse und es hat auch total natürlich geholfen, das Projekt anzuschieben. Wir haben auch recht früh damals angefangen mit Instagram, was auch geholfen hat. Damals war es noch ein bisschen einfacher, auch bei Instagram so ein bisschen Reichweite aufzubauen. Traffic zu bekommen. Ja, und dann ist es aber eigentlich in den letzten Jahren auch sehr stark darüber gewachsen, dass halt Leute es empfohlen haben. Was natürlich am allerschönsten ist, wenn man Gäste hat, die dann irgendwie es auch anderen erzählen und die halt sagen, ja, das hat uns da so gut gefallen. Wenn dann der Presseartikel wahr wird, ja, genau. Genau. Und wenn wir so beim Thema Marketing oder PR auch sind, dann gibt es natürlich auch Plattformen wie Pretty Hotels oder Urlaubsarchitektur, wo wir präsent sind. Und also auch da versuchen wir es sehr selektiv zu machen und wirklich nur mit Plattformen zu arbeiten, wo auch andere schöne Unterkünfte wie eure zum Beispiel dann gelistet sind. Ja. Und ja, das ist sicherlich auch ein total guter Kanal für uns. Apropos Instagram. Ich muss gerade daran denken, wo du sagst, wir haben früh mit Instagram angefangen. Wir haben, als wir das Farmhaus gebaut haben, haben wir den Instagram-Account fürs Farmhaus eröffnet und haben erst mal nur mit 3D-Renderings gearbeitet. Also wir haben uns von so einem 3D-Menschen, nenne ich es mal, Bilder machen lassen, wie es aussehen wird und haben die erst mal in den Instagram-Account gebaut. Und wir haben mit diesen 3D-Renderings, ich glaube, schon über 20 Buchungen bekommen. Es war völlig verrückt. Ich habe mir immer gedacht, mein Gott, ich würde auch kein Haus buchen, wo es nur ein 3D-Rendering gibt. Ich weiß nachher gar nicht, ob es wirklich so aussieht. Also wir hatten das Glück, dass die Renderings gut waren und dass es nachher auch genauso aussah. Aber ich habe mich total gewundert, seid ihr in eine Vorvermarktung gegangen damals, bevor es fertig war wahrscheinlich auch, ne? Wir haben auch schon die Baustelle quasi begleitet. Also wir hatten keine Renderings tatsächlich. So professionell waren wir irgendwie nicht. Bitte. Aber wir hatten zumindest hier immer mal ein paar Storys gepostet von der Baustelle und so den ganzen Fortschritt dokumentiert. Und dann auch schon irgendwann die Website live gestellt. Natürlich auch so den Garten und die ganzen Surroundings so ein bisschen schon gefeatured. Und da war es tatsächlich auch so, dass wir gestartet sind, dann im Juni 2020 und im Prinzip gut gebucht schon waren. Man merkt schon, wir könnten uns fünf Stunden unterhalten, damit wir nicht ganz überziehen. Jetzt, wir kommen gleich zum Haus und zu allem, was es hier zu erleben gibt. Aber eine Frage habe ich vorher noch. Wie habt ihr es gefunden und warum der Name? Das sind eigentlich zwei Fragen. Ja, wir hören ein bisschen zusammen. Also wir haben es gefunden dadurch, dass wir uns eigentlich für ein anderes Haus interessiert hatten. Etwas südlich von hier bei Oberstaufen in der Nähe. Und das war im Internet. Und wir haben da 500 Mal beim Maklerbüro angerufen. Und keiner ist ans Telefon gegangen. Und dann sind wir irgendwann da hingefahren und haben uns da vor dieses Büro gestellt und so lange gewartet, bis jemand kam. Und haben diese Frau, das war glaube ich die Assistentin des Maklers, dann wirklich so lange belabert, dass er uns einen Termin gegeben hat. Und so sind wir dann zu diesem Haus gekommen, fanden das wahnsinnig toll. Aus heutiger Sicht hätte es wahrscheinlich nicht ganz gepasst. Und wir haben es dann auch nicht bekommen. Also wir waren sehr enttäuscht. Und zwei Tage später rief aber dieser Makler wieder an und meinte so, ja, er hätte da eventuell noch was für uns. Und dann wiederum, kurz Zeit später, standen wir hier drin und dachten so, okay, krass. Es war so der wahrscheinlich idealste Tag eines jeden Hausverkäufers. Es war, deswegen hat der Makler wahrscheinlich auch diesen Termin gemacht. Weil es war so Ende Oktober, so ähnliche Jahreszeit wie jetzt, aber deutlich besseres Wetter. Nicht ganz so stürmisch und regnerisch. Es war der perfekteste Herbsttag, den du dir vorstellen kannst. So Föhn, 20 Grad, goldenes Laub. Absolut traumhaft. Und wir standen hier und dachten, okay, wir sind im Schock verliebt sozusagen. Ja, ja, voll. Und dann hatten wir tatsächlich die Möglichkeit, dieses Haus zu bekommen, ohne dass es jemals auf dem Markt war. Weil der Makler uns halt da in diesem anderen Prozess kennengelernt hatte. Und ja, es gab dann trotzdem noch zwei, drei Abbiegungen. Und wie es halt immer so ist, dann doch immer nicht ganz so einfach. Aber ja, und am Ende kam dann raus, dass die Frau, die das Haus hier verkauft hat, das andere gekauft hat. Ach nein. Ja, das war dann so ein bisschen lieb. Austausch. Aber da könnte ich jetzt noch Stunden drüber erzählen. Ja, klar. Und Rosso, der Name, kommt daher, dass diese Frau, die heißt Flora und die ist Künstlerin, ganz tolle Frau, hat hier auch wirklich viel gemacht in dem Haus, schon bevor wir da waren, diesen Hof rot angemalt hat. Aui. Dann ist sie so, ja, eigentlich könnte man es ja auch Rosso nennen. Wie noch Rosso. Und das ist dann geworden. Es ist kein Knallrot, sondern es ist ein sehr, sehr schönes, warmes Rot. Ja. Sieht richtig gut aus. Richtig schöne Herbstfarbe. Und so ein bisschen Terracotta, so halt auch ein bisschen italienisch tatsächlich. Und damit kam es halt dann auch mit diesem Agritourismo-Hintergrund, den wir ja eh hatten und auch dieser Farbe. Und so kommt so ein bisschen dieser Anleihe auch des italienischen, auch ein bisschen von der Einrichtung. Auch unsere drei bleiben, heißen ja La Bella, La Familia, La Grande. So ist es alles so ein bisschen angehaucht. Aber wir wollen jetzt auch keine Italien-Volklore hier verbreiten. Kein Mafia-Film. Nee, wir sind schon im Allgäu. Der Pate vom Allgäu. Es ist immer noch ein Allgäuer Bauernhaus hier. Und das wollen wir auch so erhalten. An dieser Stelle möchte ich euch einen Partner unseres Podcasts vorstellen. Stell dir vor, du bist auf Reisen und dein Gepäck geht verloren. Ein Albtraum, oder? Mit Evertek bleibst du in diesem Fall ganz gelassen. 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Nur damit man sich vorstellen kann, man ist hier, sagen wir mal, mit zehn, höchstens 15 Leuten auf diesem ganzen Gelände unterwegs. Und ja, erzähl uns das Gelände. Was gibt es alles zu entdecken? Ja, es ist ungefähr ein Hektar, bisschen mehr, 1,2 vielleicht zum Land, also 12.000 Quadratmeter. Es ist ein großer Garten, sage ich immer, mit sehr vielen Obstbäumen, ganz toll eingewachsen, was man leider selten findet bei so alten Höfen, wo dann eher alles gefällt wird, dass man da mit einem großen Traktor fahren kann. Ja, stimmt. Das ist ein gemütlicher Sessel. Und dort gibt es auch eine Brühlbahn. Es gibt einen kleinen Gemüsegarten mit ein paar Hochbeeten. Das ist eigentlich so das Erste, was man sieht, wenn man unten an den Parkplatz fährt. Und dann kommt man rein, läuft so einen Feldweg hoch und linker Hand ist eine große Wiese. Das ist im Sommer eine Liegewiese mit Sonnenliegen, mit Sonnenschirm. Direkt daneben ist ein großes Holzdeck, wo man wunderbar Yoga machen kann, wo man aber auch frühstücken kann, wo es einen traumhaften Sonnenaufgang im Sommer gibt. Da muss man früh raus. Früh ist es dann schon eher so fünf oder so. Aber wir sind auch manchmal um die Zeit schon unterwegs. Und das nutzen auch wirklich Gäste, dass sie da den Sonnenaufgang anschauen. Das ist sehr, sehr schön. Und daran anschließend ist ein Schwimmteich, den wir vor vier Jahren haben anlegen lassen. Der recht große ist, kann man gut drin schwimmen, hat auch ein kleines Kinderbecken mit dabei. Sommers wie Winters nutzbar, also auch für Eisbadende durchaus empfehlenswert. Wir klopfen auch immer ein Loch rein, wenn er zugefroren ist. Richtig gut. Ist das ein richtiger Programmpunkt hier bei euch, auch das Eisbaden? Also es ist jetzt nicht so, dass wir jetzt jeden Morgen in der Früh mit der Trommel dastehen und das irgendwie anleiten. Alle Gäste raustrommeln. Genau, aber das ist durchaus, also wir ermutigen die Gäste schon, das auch zu nutzen. Wir haben ja auch eine Sauna hier im Haus. Also man kann es dann auch nach der Sauna natürlich nutzen, wenn man jetzt nicht ganz so hart gesotten ist. Aber es wird auch im Winter, sieht man immer mal wieder welche, die auch zum Baden gehen. Nach Wim Hof. Wir machen das auch und das ist schon eine gute Sache auf jeden Fall. Und klar, im Sommer ist natürlich, gerade auch mit Kids hier super, kann man da schwimmen und baden und auch reinspringen. Also hier ist auch tief genug, dass man reinspringen kann. Cool. Ja, dann läuft man ein bisschen weiter Richtung Haus, dann kommt man am Pizzaofen vorbei. Das ist eigentlich so ein kleines Pizza-Haus, kann man sogar sagen. Pizza-Brotbackofen mit auch einer Sitzecke, wo man zusammen Pizza backen kann. Wird auch total gerne genutzt von Gästen. Das ist auch so ein Community-Ort, weil der Ofen braucht eine gewisse Zeit, um anzuheizen und viel Holz. Und dann sagen wir immer, hey, komm für zwei Pizzen, das ist fast ein bisschen ober. Das lohnt sich nicht, gell. Dann tut euch doch zusammen, ja, wenn das Ding, wir heizen es an und dann machen wir irgendwie alle zusammen Pizza. Wir haben auch so tiefgefrorene Pizzateige hier, die total super sind. Und also die Schwelle oder Hürde, dann Pizza zu machen, ist auch sehr niedrig. Kann man sagen, komm, fahrt kurz runter, besorgt euch irgendwie einen Käse und irgendwas, was ihr draufhaben wollt. Dann geht's los so, ne? Ja, super gut. Also das ist total cool und da freue ich mich auch jedes Mal, wenn dieser Pizzaofen irgendwie an ist. Das ist aber auch alt, ne? Von früher oder ist der neu gebaut? Ne, den haben wir neu gebaut. Den haben wir ja auch so vor vier Jahren ungefähr gebaut. Okay, ja. Sieht sehr alt aus. Ja, sieht alt aus. Aus alten Materialien. Ich dachte, so ein altes, altes Backhäuschen, wie man es früher halt auch hatte, gell? Ja, ist natürlich so ein bisschen das Vorbild dafür gewesen. Aber es ist auch wieder altes Holz hier aus dem Haus, was wir noch übrig hatten. Also wir haben immer noch eine ganze Garage voll mit alten Balken und alten Brettern und so, die wir hier Schritt für Schritt irgendwie verbauen. Und der ist halt auch da aus entstanden, alte Ziegelsteine. Ja, und das ist wirklich auch total schön im Sommer. Voll gut. Ja, dann steht man eigentlich schon direkt vorm Haus. Und wir haben hier die drei angesprochenen Bleiben, so wie wir es nennen, Apartments. Alle voll ausgestattet mit Küche und Bad und haben einen kleinen Hofladen, wo man sich selbst versorgen kann mit Getränken, mit kleinen Snacks, mit Eiern von unseren Hennen, mit gutem Kaffee. Genau, Hennen laufen hier auch rum. Ja, genau. Die sind hier auch immer mal wieder übers Grundstück verteilt unterwegs. Richtig gut. Wenn es schon so dunkel wird, muss man immer ein bisschen aufpassen, dass der Fuchs sich nicht nochmal anschleicht. Oh ja. Das ist schon auch ein Thema hier. Da muss man die schon schützen vor. Oh. Ja, haben den kleinen Hofladen, haben eine Sauna im Haus, wie gesagt. Dann unten einen großen Gemeinschaftsraum, wo wir uns vorhin getroffen haben, wo der Kamin flackerte. Das Atelier. Das Atelier der Langen Weile. Ja. So ist der Name dafür. Wo auch der Name Programm ist. Ja, also es gibt da was zu lesen. Es gibt einen Plattenspieler. Es gibt den Kamin. Man kann sich da wirklich mal gemütlich hinsetzen und einfach gar nichts tun und ins Kaminfeuer gucken. Also du hast es schon absolut richtig gemacht. Ah, toll. Der Kaminfeuer ist total schön. Es begegnet mir immer häufiger, auch jetzt im Podcast. Ja. Wir haben auch einen im Farmhaus und in unserer Anreise-E-Mail steht, liebe Leute, wenn ihr noch eine Platte zu Hause habt, bringt sie gerne mit und lasst sie gerne da. Vielleicht auch mit einer Widmung, von wem das ist. Also so ein bisschen, ja, Gästebuch-mäßig. Super Idee. Und mittlerweile haben sich echt ein paar lustige Musikrichtungen auch da angesagt. Das ist, finde ich, das ist richtig cool. Das ist normal mittlerweile. Das finde ich eine richtig coole Idee. Vielleicht klauen wir das mal von euch. Gerne. Man kann es ja immer inspirieren lassen. Also ich bin selber wie ein Mühlsammler. Ich habe eine relativ große Plattensammlung. Cool. Aber dafür war das, dadurch war es für mich auch irgendwie so ein No-Brainer, dass ich das hier irgendwie auch reinbringen möchte. Und ich stelle immer mal auch ein paar neue Sachen so rein, die mir gerade so in die Hände fallen. Und ja, es wird sehr gut auch genutzt von den Gästen. Finde ich eine ganz schöne Sache. Wer hat zu Hause schon noch einen Plattenspieler? Und dann das mal wieder machen zu können. Das Auflegen. Und entschleunigt ja auch irgendwann. Total. Weil wir hören ja auch immer nur noch Playlisten und so. Da wird weiter geskippt und schnell weiter. Genau. Und irgendwie mal auch wieder so ein ganzes Album durchzuhören. Und ja, das macht schon was mit einem. Auch die B-Seite? Auch die B-Seite. Absolut. Also das ist, die MusikerInnen und KünstlerInnen haben sich ja was dabei gedacht. So Alben, die sind ja, da ist ja eine gewisse Spannungsbogen drin, Dramaturgie drin. Die Lieder bauen aufeinander auf. Also ich höre sehr gerne Alben. Ich versuche immer nicht so diese Playlist immer nur zu hören. Genau, man hört nämlich anders rein in das, was du gerade beschrieben hast, weil es ist mehr als irgendwie ein paar Töne, weil es gab ja auch immer mal den Begriff des Konzeptalbums. Genau. In jedem Album ist ja irgendwie ein Konzept, weil zumindest hat sich der Künstler überlegt oder die Künstlerin, welche Reihenfolge? Wie ist das dramaturgisch? Womit soll es aufhören? Absolut. Absolut. Und das finde ich gerade bei Platten wahnsinnig toll. Und manchmal braucht man auch ein paar Mal durchhören, bis man das Ding richtig verstanden hat. Bis man es gecheckt hat. Ja, und das würde bei einzelnen Songs nie passieren. Den findest du entweder gut oder nicht gut. Und dann hörst du ihn ja einmal und dann ist er weg. Aber gerade bei Platten von KünstlerInnen, die ich mag, da höre ich dann, auch wenn ich am Anfang denke, ist jetzt nicht so mein Fall. Nach drei, vier Mal hören. Es öffnen sich ganz neue Welten. Kommt dann, gell? Das ist schon gut. Guter Lautsprecher dazu. Wo du Dinge hörst, die du vielleicht sonst nicht hörst. Geht dir das bei Spotify-Playlists auch so, dass die ersten zwei, drei, manchmal sogar vier Songs gut sind und dann baut es rapide ab? Kann ich schwer sagen. Also kann sein. Ich höre aber, meistens wenn ich Playlists höre, höre ich sie auch eher passiv. Also dann dudeln sie so irgendwo im Hintergrund mit, wenn man irgendwie Gäste hat. Da ist es gut, genau. Genau. Oder wenn man irgendwie Sport macht oder Auto fährt oder so. Also dann finde ich, dann ist es so nette Hintergrundmusik. Aber wenn ich wirklich aktiv Musik höre, dann höre ich wirklich ganze Alben. Und das ist dann viel interessanter häufig. Drei Wohnungen, unterschiedlich groß. Beschreib sie uns kurz. Es geht los mit Labella. Labella. Labella. Ja, Labella ist, der Name ist Programm. Es ist auch wirklich meine Lieblingswohnung, auch wenn ich es immer ungern sage, weil dann denken ja alle, jetzt bin ich hier in der La Grande und das ist ja nur halb so schön. Das ist nicht seine Lieblingswohnung. Ist nicht so, aber die Labella ist halt, das Haus hat unterschiedliche Dachhöhen und die Labella ist ganz vorne und hat noch die Dachhöhe, Deckenhöhe vom Haupthaus und die Wohnungen sind ja immer zweistöckig, also man hat quasi eine untere Ebene und eine obere Ebene. Mit einer Galerie, ja. Genau, und in der Labella ist halt diese Galerieebene ein wahnsinnig großer, großzügiger, luftiger Raum, wo eine Badewanne steht, wo das Bett steht und ist quasi nochmal so, obwohl die von den Quadratmetern die kleinste ist, total großzügig. Ja, und das finde ich da dran so schön und deswegen auch Labella, der Name. Es geht dann weiter, es ist für zwei Personen, also ist tatsächlich die kleinste Wohnung und dann geht es weiter mit La Familia. La Familia, der Name ist Programm. Da gibt es ein wunderbares, separates Kinderzimmer noch, also es steht ein Bett auch oben auf der Galerie und unten auf der unteren Ebene ist ein kleines, separate Schlafkammer mit einem Alkovenbett, so einem Stockbett, so eine richtige Schlafhöhle, kann man sagen. Die Kinder lieben das, wenn die da reinkommen, dann rennen die da immer rein und wir haben so kleine, handgemachte Kuscheltiere, auch von einem Freund von uns aus München, der Schneider ist, der hat uns die gemacht und das ist also für Kinder toll, können aber auch Erwachsene drin schlafen. Also kann man wunderbar auch zu viert oder mit großen Kindern Urlaub machen. Und dann ist La Grande die dritte Wohnung, in der wir ja auch gerade sitzen. Die, wie der Name sagt, größte Wohnung mit einem vollwertigen, großen Schlafzimmer unten drin, mit einem Doppelbett, auch für vier Personen, kann man aber auch zu fünft schlafen. Hier auf dem, auf der kleinen Couch, dem Daybett, kann man auch noch ein Bett draus machen. Das Schöne ist hier, man hat noch Fenster nach Süden raus, also das heißt im Sommer auch einen sehr schönen, oder eigentlich zu jeder Jahreszeit, wenn es klar ist, einen sehr schönen Bergblick. Im Winter einen ganz tollen Sonnenaufgang, weil die Sonne dann sehr südlich über der Zugspitze aufgeht. Also hat man wirklich so, man kann die Zugspitze von hier sehr gut sehen, vom Grundstück, dann hat man so einen tollen Sonnenaufgang da über dem Zugspitz massiv. Und so sind alle Wohnungen ein bisschen anders, haben natürlich auch eine komplett andere Einrichtung. Wir haben ja fast nur antike Möbel hier, die gibt es meistens nur einmal und trotzdem auch alle einem ähnlichen Konzept folgend, von der Einrichtung, von der Ausstattung, von den Bädern, von den Betten. Da ist natürlich alles auf einem schönen Standard irgendwie dann auch sehr ähnlich. Aber trotzdem finde ich, und das haben uns auch Gäste gesagt, die auch dann mal unterschiedliche Wohnungen ausprobiert haben, hat auch jede ihren eigenen Charakter. Schön, ja. Wenn man hier durchläuft oder jetzt hier in der La Grande ist, oder egal wo man ist, auch unten im Atelier, es ist alles total stimmig. Also wir haben eben im Vorgespräch, habe ich dich kurz gefragt, ob du schon immer irgendwie auch ein Architektur-Fable hattest. Und ich weiß nicht, hast du das selber gemacht? Habt ihr das zusammen gemacht? Hattet ihr Hilfe, Innenarchitektin, was auch immer? Weil es fällt schon auf, es ist alles sehr harmonisch. Es ist von der Farbigkeit her alles perfekt abgestimmt. Also es ist, ja, so wie man sich in jedem Magazin vorstellen würde. Ja, also danke, dass du das so siehst. Es ist wirklich so. Es ist ehrlicherweise, also ich bin ein eher rationaler Mensch, sage ich jetzt mal, aber es ist in dem Fall tatsächlich so ein bisschen so eine, so eine fast schon Fügung gewesen, ja. Dass man hier irgendwie angefangen hat, ohne großes Konzept und auch es gab jetzt keinen Innenarchitekten, Innenarchitektin und kein riesiges Moodboard oder was man heutzutage alles so nutzt, sondern man hat irgendwie, und das habe ich ja vorhin schon gesagt, man hat so irgendwie das, was schon da war, versucht irgendwie aufzunehmen und das irgendwie so ein bisschen in so eine neue Zeit hinein zu begleiten und hinein zu führen. Ohne es komplett zu verändern. Ohne es komplett zu verändern und ohne zu stark einzugreifen. Und halt Elemente, die in dem Haus schon da waren, wie zum Beispiel über diese runden Laibungsbögen über den Fenstern oder auch insgesamt diese ganzen abgerundeten Ecken. Hier gibt es ja keine rechtwinklige Ecke so, ne. Das waren halt Elemente, die in dem Haus schon da waren und die eigentlich aufzugreifen und hier überall auch wieder so einzubauen. Ja, das war so das Grundlegende und dann bist du irgendwie auf dieser Reise und fängst einfach mal an. Wir waren ja auch völlig naiv. Wir hatten ja vorher keine Ahnung von sowas, ne. Vom Bauen und, und, und, und, und. Innen, Architektur und so. Und ja, es gab eine gewisse Leidenschaft dafür und auch einen Blick irgendwie für schöne Dinge und auch ein Interesse an schönen Dingen und auch viel Inspiration, die man so über die Jahre zusammengesammelt hat durch eigene Urlaube und so. Aber es ist auch wirklich total viel irgendwie, ja, hat sich so gefügt. Und auch mit den Möbeln, du bist, wir haben die Möbel gesammelt über Jahre, ne. An verschiedensten Stellen und Quellen. Es sind vieles aus dem Allgäu, aber auch teilweise was aus Italien oder wo auch immer. Und dann hast du irgendwann so ein riesiges Lager voll Möbel und dann sind diese Räume fertig und du fängst an, die Möbel irgendwie hier reinzutragen. Ja. Und plötzlich ist es so wie, es geht einfach von selber. Ja. Und die Sachen stehen da und sie passen. Es findet sich alles selbst zusammen. Und es hat keiner irgendwie was ausgemessen. Der Schrank muss irgendwie 1,40 breit sein, dann passt er dahin. Sondern man stellt es hin und sagt, es ist richtig so. Und das ist, also wie gesagt, ich bin jetzt weit davon entfernt, irgendwie von übernatürlichen Prozessen hier anzufangen zu schwadronieren. Ja, schon klar. Aber es ist halt ganz viel so, intuitiv kann man es vielleicht nennen, entstanden und entsteht auch immer noch. Ja, es ist ja auch nicht so, dass es hier fertig ist. Nee, es ist nicht zu Ende, genau. Es ist hier ganz viele Dinge, die uns hier gerade jetzt heute umgeben, waren vielleicht auch vor einem halben Jahr noch gar nicht da. Und in einem halben Jahr sind sie vielleicht auch nicht mehr da. Genau, weil du mal Dinge umstellst oder eine Idee hast oder keine Ahnung, ein Teppich ist abgelaufen, dann tauschst du den mal aus. Ja. Diese Digital Detox Box kommt wieder neu dazu. Das ist cool. Also es sind ja immer zwei verschiedene Dinge. Man stellt sich vor, man hat ein lebendiges Businessleben. Dann fasst man den Entschluss, komm, wir gehen aufs Land. Dann findet man so ein Haus, wo der eine Teil das alte Wohnhaus war. Der andere Teil war die große Scheune. Das wurde ja komplett ausgebaut. Und dann hat man das. Und dann muss man plötzlich aber auch Gastgeber werden. Wie ging denn das? Und wie fühlt sich das an? Das eine ist ja, einen tollen Ort zu schaffen. Und das andere ist ja, ihr seid ja auch hier. Und plötzlich bist du Gastgeber. Habt ihr darüber vorher nachgedacht? Das Gute ist, ich mag Menschen. Ach, das ist schon mal wirklich viel wert. Das ist, glaube ich, eine wichtige Voraussetzung dafür, Gastgeber zu sein oder Gastgeberin zu sein. Wenn man gut mit Menschen klarkommt, wenn man auch offen gegenüber Menschen ist und wenn man grundsätzlich eine positive Einstellung dem Mensch gegenüber hat. Das hilft. Aber ja, es ist natürlich eine ganz, ganz neue Erfahrung. Und deswegen habe ich auch vorhin gesagt, dieser andere Hof, den wir mal angeschaut hatten, der wäre gar nicht so gut gewesen. Auch für sich selber, auch in seinem Privatleben, sage ich jetzt mal. Weil da wäre alles so ein bisschen ineinander verschwommen. Ja, die privaten Bereiche, das Privathaus und die Gästebereiche. Und das ist hier eigentlich sehr schön, weil die Gäste müssen mich nicht sehen, wenn sie nicht unbedingt wollen. Und ich kann mich auch ein bisschen, weil wir können uns auch zurückziehen hier. Ja, wir haben so unseren eigenen Bereich. Wir wohnen, das ist ja alles ein Haus. Wir wohnen mit drin. Aber es ist so sehr natürlich organisch voneinander abgetrennt. Und wir haben natürlich auch ein bisschen darauf geachtet mit Schallschutz und so, dass das irgendwie ganz gut funktioniert. Und die Gäste jetzt nicht hören, wenn wir drüben irgendwie die Musik mal ein bisschen lauter haben, weil wir auch Besuch haben oder so. Und insofern ist es, gibt es schon Rückzugsmöglichkeiten für beide Seiten. Ja, man kann, man muss aber nicht. Und trotzdem ist es mir aber auch sehr wichtig, dass wir hier auch präsent sind. Ja, und dass es sehr persönlich ist. Also wir sind schon, wenn wir da sind und wir sind meistens da, man ist ja auch mal im Urlaub oder mal hier und irgendwo unterwegs, sind wir aber auch, machen wir immer die Check-Ins selber. Wir sind mindestens zwei, drei, vier Mal am Tag im Haus unterwegs und schauen mal so. Und dann triffst du ja auch jemanden im Sommer dann eh, wenn alle draußen sind. Ja, so lässt man sich auch noch mehr über den Weg. Und das ist schon sehr wichtig. Und ja, zu guter Letzt, meine ganze Familie, oder was heißt meine ganze Familie, aber große Teile meiner Familie haben Hotelfach gelernt und studiert. Okay. Und haben aber keiner von denen hat jemals in diesem Bereich gearbeitet. Das ist so witzig und du machst es. Genau. Aber was ist bei uns, und so bin ich aufgewachsen, es war immer, wir hatten immer ein Open House. Und zwar mehr Generationen, meine Großeltern, meine Tanten, meine Eltern. Es war immer Besuch da. Ich kann mich daran erinnern, wir hatten ja auch einen großen Garten. Bei uns war immer Action. Ja, da kamen die Leute, Freunde, Familie, es kamen immer zu uns nach Hause. Es war immer irgendwas zu essen auf dem Tisch. So. Und so, das habe ich halt quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Und dadurch habe ich, glaube ich, schon auch so ein bisschen dieses Gastgeber-Gen geerbt. Und alle freuen sich auch, dass es endlich mal einer geschafft hat. Ich meine, das ist ja kein Hotel, aber zumindest mal so ein kleines Gasthaus zu haben. Richtig schön. Es gibt eine kleine Honesty Bar oder beziehungsweise einen kleinen Shop, wo man irgendwie auch die wichtigsten Sachen, die man jetzt braucht, weil man gerade keine Lust hat, in den Supermarkt zu fahren, auch hier bekommt. Dann ist mir noch aufgefallen, es gibt eine E-Ladestation. Richtig. Fahrräder gibt es. So, was ist mit Yoga-Gruppen und so? Was sind eigentlich die klassischen Gäste? Also Familien, Familien hast du schon genannt, aber es kommen auch, hast auch Yoga-Retreats und sowas hier, ne? Ja. Also vielleicht nochmal so zur Ausstattung. Wir legen schon auch sehr viel Wert darauf, dass es hier im Prinzip alles gibt, was man braucht. Ja. Und wir kriegen auch immer wieder Feedback von Gästen und wir fragen es auch sehr aktiv ab. So, hey, habt ihr irgendwelche Ideen? Was kann man hier noch besser machen? Was fehlt euch noch? Und da kommen auch immer mal wieder von ganz kleinen Dingen. So, wir hätten gerne so ein, ich weiß gar nicht, wie die heißen, so eine Vorrichtung, wo du Löcher in Eier machen kannst, dass sie nicht platzen beim Kochen. Ja, genau. Ein Eierpixer oder so. Ja, ein Eierpixer. Also, ja, hat mal jemand gesagt, haben wir besorgt. Und auch mit den E-Ladestationen ist ja eigentlich heutzutage Standard, dass du sowas auch vorhalten musst. Und so versuchen wir halt immer auch Dinge hier hinzuzufügen, die irgendwie Sinn machen und auch die Gäste-Experience verbessern. Und so zu den Zielgruppen, wenn ich es mal so nennen möchte, es ist wirklich total breit. Also, wir haben hier junge, alte Gäste. Wir haben hier aus verschiedenen Nationen, ja, ist schon primär deutsch, ja, natürlich. Aber wir haben hier auch schon Menschen aus Singapur gehabt, aus den USA, aus Kanada, wo auch immer her. Also, es ist auch da eine gewisse Bandbreite da. Ich glaube, was die Leute, die hierher kommen, irgendwie verbindet, ist, dass die eine gewisse Wertschätzung für gute Gestaltung haben, für gutes Design, für die ja auch so ein bisschen Ruhe suchen und jetzt nicht unbedingt einen Actionurlaub brauchen, die ja auch eine gewisse Wohnqualität schätzen, die auch ein gewisses Mindset in Richtung Ökologie haben und so. Ich glaube, das ist schon so ein bisschen die große Klammer, die es hier gibt. Aber innerhalb dieser Klammer ist es wirklich total divers und sehr schön. Und ja, Gruppen hast du vorhin noch angesprochen, ist auch ein Thema hier. Also, wir kriegen wahnsinnig viele Anfragen, auch von Leuten, die das ganze Haus mieten möchten. Da ist Yoga natürlich ein Thema, Yoga-Retreats. Aber wir haben hier auch schon Kulinarik-Themen gehabt mit Koch-Workshops und Fermentation und Sauerteig und ja, auch schon Kunstgeschichten. Es gab hier auch mal ein Wochenende, wo gesungen wurde. Also ganz, ganz unterschiedliche Dinge, aber auch immer mal wieder zum Beispiel auch Families, die verstreut wohnen und sich hier mal treffen und hier zusammenkommen, das ganze Haus mieten, auch Freundesgruppen. So, was wir jetzt nicht so versuchen zu forcieren, sind halt so Junggesellenabschiede und Hochzeiten und so. Dafür sind wir auch zu klein. Aber es soll schon eher ein bisschen ein Ort der Ruhe sein und ein Ort des Zusammenkommens. Aber das wird sehr gerne genutzt. Es ist nur wirklich schwierig, das ganze Haus, insbesondere an Wochenenden, zu mieten. Da brauchst du fast ein Jahr Vorlaufzeit eigentlich, weil dann doch immer mal eine Wohnung vielleicht schon belegt ist. Genau. Die Leute buchen bei uns relativ lange im Voraus. Ja, das haben wir auch bei den Mosel-Talets. Wir bekommen sehr viele Anfragen, aber meistens ist ein Haus dann schon verbucht und dann fällt das aus. Wir versuchen dann ins Farmhaus zu schicken, aber das ist meistens natürlich auch die Wochenenden schon ausgebucht. Ja. Luxusproblem. Luxusproblem. Gott sei Dank. Toi, toi, toi. Auf Holz klopfen. Ich glaube, wenn man hier ist, vielleicht kommen wir jetzt auch zu dem Gefühl, was man hat, wenn man hier ist. Ich glaube, man taucht schon absolut in was anderes ein, oder? Egal, woher man kommt. Egal, ob man aus Kanada kommt, aus Castrop-Brauxel oder woher auch immer. Ich glaube, sobald man hier ankommt, unten auf dem Parkplatz fährt, geht irgendwie so eine, entweder eine Tür auf oder eine Klappe runter, je nachdem, was man vielleicht gerade braucht, oder? Ja, also ich habe natürlich so zwei verschiedene Perspektiven. Ich habe einerseits meine Privatperspektive. Wenn ich hier, habe ich ja vorhin auch schon gesagt, irgendwo von ein paar intensiven Tagen Hamburg zurückkomme und unten zur Tür reinkomme, dann ist es halt auch, ja, dieses Nachhausekommen, diese Natur, der Geruch auch. Das ist super, super wichtig und extrem wohltuend. Und die Gästeperspektive fällt mir natürlich so ein bisschen schwer einzunehmen, weil ich komme meistens hier ins Rosso rein mit irgendeinem Arbeitsauftrag, irgendwo was reparieren oder sonstige Dinge. Aber ich kriege natürlich auch mal wieder auch Geschichten erzählt und bekomme auch Dinge mit. Und die Menschen, die herkommen, ja, die sagen schon, das ist halt einfach ein erdender Ort, ein beruhigender Ort, ein Ort, der sehr viel Organisches ausstrahlt. Und der, auch der Geruch wird ganz häufig genannt, den ich zum Beispiel fast gar nicht mehr rieche, weil ich halt einfach zu oft, glaube ich, hier drin bin. Ich habe es auch wahrgenommen. Es kommen ganz viele Gäste vorne ins Foyer rein und sagen so, boah, das, und gerade auch Gäste, die schon mal da waren, die dann zum zweiten, dritten Mal, vierten Mal kommen und sagen, boah, das ist der Rosso-Geruch, ja, gut. Und das kommt halt von diesen organischen Baumaterialien, von diesem alten Holz, ja, und von diesem, dieses Gebäude atmet halt so diese Historie. Und das ist, glaube ich, so ein ganz, ganz großer Faktor, der dann beruhigend wirkt. Und vielleicht nur eine Anekdote. Wollte ich dich danach fragen. Ganz am Anfang war es so, dass manchmal Gäste, auch insbesondere Families hier ankamen und ich die dann begrüßt habe und immer dann so ein bisschen das Gefühl hatte, irgendwas stimmt nicht. Die empfinden mich irgendwie doof oder denen gefällt es hier nicht. Okay. Und so. Und dann am nächsten Tag hast du die getroffen und die waren wie ausgewechselt. So, die waren plötzlich total nett und offen und freundlich und, oh, es ist toll hier und so. Und dann habe ich irgendwann gemerkt und auch so das Feedback bekommen, ja, die kommen dann manchmal auch noch völlig gestresst hier an. Von so einer langen Autofahrt, vielleicht mit kleinen Kids hinten drin. Richtig Action so. Und dann noch Stau und Verkehr und was weiß ich. Hunger pipi kalt. Ja, genau. Und genau, ausgehungert. Hungry, wie man so schön sagt. Und dann ist natürlich klar, dass die hier nicht irgendwie sagen, oh, ist hier super und du bist der netteste Kerl und wir sind jetzt sofort Freunde. Sondern dass die einfach erstmal ihre Bedürfnisse auch befriedigen müssen. Bett, erst zu essen, ankommen, vielleicht duschen, auspacken, Ruhe. Oder so. Und dann macht dieser Ort aber auch was mit denen. Und am nächsten Tag sind die irgendwie schon so relativ tiefenentspannt. Und ich glaube, das ist auch eine gewisse Qualität, die es hier so gibt. Wie macht der Ort das? Wie macht der Ort das mit einem? Tja, da gehen wir auch wieder wahrscheinlich jetzt ins Metaphysische rein. Also ich glaube, du hast ja schon ein paar Sachen gesagt. Natürlich sind Farben, es sind Gerüche, es sind organische Materialien. Meine Frau ist Architektin und macht aber auch Architektur, Psychologie, beschäftigt sich damit. Also hat gerade erst eigentlich so richtig damit angefangen, das tiefer noch zu ergründen. Und das ist super spannend. Wie sehr Räume, deren Gestaltung sich auf unser Wohlbefinden auswirken können. Und wie gesagt, wir haben das alles hier nicht nach irgendwelchen Prinzipien und Blaupausen gemacht. Aber es ist irgendwie so ein bisschen auch aus dem eigenen Bedürfnis vielleicht heraus entstanden. Und ja, da gibt es kein Patentrezept dafür. Und deswegen fällt es mir auch so schwer, jetzt so einzelne Faktoren zu nennen. Wie gesagt, Farben, Gerüche, organische Materialien, diese runden Kanten. Ja, vielleicht. Ja, auch insgesamt die Gestaltung. Aber es ist total schwierig, das in Worte zu fassen. Und es gibt ja auch immer, es gibt ja auch Leute, die kommen irgendwo hin und sagen, das ist ein besonderer Ort. Ja. Ja, das ist bei mir, wie gesagt, ich bin sehr rational. Ich bin vielleicht auch auf der Gefühlsebene dann nicht so ganz tief wie andere. Ja, aber es gibt auch schon auch Leute hier, die dann wirklich so sagen, so boah, also hier ist eine gute Energie oder so. Und das sind halt so diese Faktoren. Aber wie gesagt, es fällt mir schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen. Ich glaube, man muss auch hier sein, um das zu spüren. Und manche spüren es vielleicht auch mehr, manche spüren es weniger. Ich bin, wie gesagt, einer, der so ein bisschen weniger spürt. Aber ich spüre es auch. Und die tun es auch gut. Und mich hat, mich zieht es hier auch an. Ja. Ich glaube, das hat auch was mit diesen alten Gebäuden zu tun. Ich habe mich darüber auch mit Gregor Wölth hier unterhalten, der die Remise Possenhofen auch im Podcast vorgestellt hat. Er lebt ja in dem Haus, in dem der Leibarzt von Kaiserin Sissi gelebt hat. Und es gab damals in Possenhofen das Schloss, das Sissi-Schloss und dieses Haus. So, und dieses Haus, also war das erste Haus dort in Possenhofen mehr oder weniger. Und es ist ja aus einem bestimmten Grund genau dort gebaut worden. So, und ich glaube auch, dass das mit so einem alten Haus wie diesem hier, das, ich meine, es ist ja außenrum ganz viel Platz. Warum steht es genau hier? Also irgendjemand hat ja diesen Ort ausgesucht, weil vielleicht der Ausblick besonders schön war, weil dahinter noch ein Hügel ist, der ein bisschen höher ist, weil man sich dadurch geschützt vorkommt, was auch immer. Kann dir was dazu sagen? Ja. Warum das Haus hier steht? Gerne. Und zwar gibt es hier auf dem Grundstück eigentlich direkt neben dem Haus einen sehr großen Findling. Das ist der sogenannte raue Stein. Der ist auch relativ bekannt. Also auch wenn ich hier ins Dorf gehe und irgendjemand würde mich fragen, wo wohnst du? Und dann sage ich, im rauen Stein. Dann wissen das alle. Dann kennen die das. Einerseits ist das so eine extrem steile Straße, die hier zum Haus hochführt. Andererseits ist es aber auch dieser Findling, der halt irgendwann mal mit der Eiszeit das Nagelfluge-Stein aus den Alpen hierher transportiert wurde. Oh wow. Und der liegt hier vorne quasi vor dem Haus. Und der ist so eine Art auch Naturwahrzeichen. Der ist auch geschützt. Also man hat hier damals, als wir ankamen, einen Brief dann auch sofort bekommen vom Naturamt oder so. Das ist ein Naturdenkmal und der darf weder bewegt noch beschränkt oder was auch immer. Und der ist hier so, dass auch so ein gewisses Wahrzeichen dieses Grundstücks. Wir beleuchten den auch tatsächlich. Und da waren auch schon ganz viele Leute, also unsere Kollegin Cornelia, die hier mit uns arbeitet, die auch einen gewissen Sinn für solche Dinge hat. Die sagt immer, es ist der Kraftstein. Und der spricht zu ihr. Okay. Und der hat Gesichter und hier kommen auch manchmal Menschen her, die dann plötzlich hier im Garten stehen und dann so, ja hallo, kann ich Ihnen helfen? Ja, wir möchten diesen Stein besichtigen. Also der ist auch in so Denkmal- oder Naturdenkmalführern verzeichnet. Okay. Und der ist, ich habe es vergessen zu erwähnen tatsächlich, aber der ist schon, der macht auch schon was mit diesem Platz hier. Jetzt sind wir doch in der Mystik angekommen, sozusagen. Aber genau das meine ich, weißt du? Irgendeinen Grund wird es geben. Vielleicht ist es hier der Stein, weil man in der Nähe dieses Steins einfach leben wollte. Und genau das macht ja was mit einem, wenn man in einem Gebäude ist, was an einem besonderen Platz steht. Wow. Der Stein, wie schön. Der muss damals in früheren Zeiten noch viel größer gewesen sein. Also irgendwelche Bauern haben den auch mal versucht wegzusprengen, weil er auch im Weg war. Also vor 100 Jahren oder so. Aber der ist immer noch da und er ist ganz toll. Da wachsen Bäume drauf. Also ich zeige ihn dir gerne nachher nochmal. Oh ja. Jetzt ist dunkel. Jetzt ist er beleuchtet. Ja. Hoffentlich nicht zu sehr zugewachsen. Es ist ja noch einiges erlaubt da aktuell. Ja, klar. Ob wir ihn gut sehen. Christian, vielen Dank. Das hat echt Spaß gemacht. Und es war spannend. Danke, dass du uns das Rosso vorgestellt hast. Es ist ja nicht das Rosso, sondern das Rosso. Also das gehört nicht zum Namen. Ja. Das freut mich sehr, dass du das auch vorhin direkt in deiner Anmoderation so gesagt hast, weil es denken halt viele, dass es das Rosso heißt, weil die Domain unter Instagram so ist, weil es halt Rosso einfach nicht mehr gab. Ja. Aber es ist einfach nur Rosso. Ja, richtig schön. Ein toller Platz. Ich kann alles sehr gut nachvollziehen, was du gesagt hast, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen. Schaut es euch mal an. Es ist, also ich will es jetzt nicht nochmal wiederholen, aber ich muss es nochmal wiederholen. Es ist echt ein besonderer Ort. Wir werden hier auch mal vorbei schlawenzeln, sozusagen. Es wird wahrscheinlich gar nicht lange dauern. Und ich freue mich schon drauf. Und vielen Dank, Christian, dass du uns mitgenommen hast in dein Leben, in deine Historie und hier ins Rosso. Ja, auf bald. Leute, bucht es, fahrt hier hin, erlebt es hier, genießt es hier. Es ist einfach eine Top-Empfehlung. Danke fürs Zuhören und bis bald. Ciao. Ciao, ciao. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Ich bedanke mich recht herzlich für eure Zeit, die ihr mir und meinen Gästen geschenkt habt. Das ist für uns sehr wertvoll. Was außerdem wertvoll ist, eine 5-Sterne-Bewertung für diesen Podcast, um die ich euch hiermit herzlich bitte. Denn dann hören immer mehr Menschen Hausgeflüster. Am besten abonniert ihr den Podcast auch direkt, damit ihr keine Folge mehr verpasst und außergewöhnliche Ferienhäuser und die Menschen dahinter kennenlernt. Denn sind wir mal ehrlich, Ferienhausurlaub geht immer. Dieser Podcast wird produziert von Bebeo Lohmann.
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